Drastische Strafe

Kart-Wunderkind Emily (5) weltweit gesperrt

© Instagram/ f1emy
Der Fünfjährigen wurde die Lizenz entzogen.
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Die fünfjährige Emily gilt als großes Nachwuchstalent im Kartsport. Doch statt weiterer Rennen muss das Mädchen vorerst pausieren: Der zuständige Schweizer Verband hat ihr die Lizenz für ein Jahr entzogen. Die Sperre gilt weltweit und soll bis Ende 2027 dauern. Zusätzlich muss die Familie eine Geldstrafe zahlen.

Auslöser war die Teilnahme an einer Veranstaltung im Mai auf dem South Garda Karting Circuit in Norditalien. Der Verband wertete den Auftritt als unerlaubte Rennteilnahme. Emily besitzt lediglich eine sogenannte Puffo-Trainingslizenz. Diese Einstiegskategorie ist für Kinder zwischen drei und acht Jahren vorgesehen und erlaubt Trainings- sowie Demonstrationsfahrten, nicht aber die Teilnahme an Rennen. Die Veranstaltung in Italien war als Rennen eingestuft.

Auch das verwendete Kart spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Es sei deutlich leistungsstärker gewesen als in der Kategorie vorgesehen. Die Disziplinarkommission der Schweizer Automobil- und Motorradfahrerorganisation ASS erklärte, die Abweichung von den technischen Vorgaben habe ein erhebliches Gefahrenpotenzial für das Kind dargestellt. Emily habe damit gegen mehrere geltende Bestimmungen verstoßen.

Geldstrafe

Die Konsequenzen sind erheblich: Neben dem einjährigen Lizenzentzug wurde eine Busse von 2000 Schweizer Franken verhängt, umgerechnet rund 2150 Euro. Außerdem muss die Familie Verfahrenskosten von 1500 Franken tragen.

Emilys Vater Markus Brun zeigte sich enttäuscht. Besonders bedauere er, dass seine Tochter während der Sperre keine Podestplätze erreichen und keine Trophäen gewinnen könne. "Das muss doch für ein Kind in diesem Alter das Schönste sein", erklärte er gegenüber Schweizer Medien.

Die Pause soll Emily nach Vorstellung ihres Vaters allerdings nicht vom Kartsport abbringen. Sie werde ein Jahr lang weiter trainieren und danach stärker zurückkommen. Brun ist überzeugt, dass seine Tochter mit ihrem Tempo und ihrem Wissen im Motorsport gute Chancen gehabt hätte.

Emily hat auf Instagram bereits rund 288.000 Follower. Ihre sportliche Zukunft muss sie vorerst jedoch abseits offizieller Rennen gestalten. Die Sperre zeigt zugleich, welche Bedeutung Altersklassen, Lizenzbestimmungen und technische Sicherheitsvorgaben bereits im Nachwuchsmotorsport haben.