Der Vorfall löste auch ein großes Feuer auf dem Stützpunkt Wainwright in der Provinz Alberta aus. Die Regierung arbeite eng mit der Provinz und den örtlichen Behörden zusammen, schrieb Premierminister Mark Carney am Samstag (Ortszeit) auf der Plattform X. Ein Arzt sprach von einer Katastrophe.
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Ein Arzt in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Edmonton, Warren Thirsk, sagte dem staatlichen Sender CBC, die medizinischen Einrichtungen in der Kleinstadt Wainwright seien "völlig überfordert" von der Anzahl der Patienten, die zu versorgen seien. "Es sind mehr Patienten, als irgendjemand von uns jetzt gerade zählen möchte", sagte Thirsk. Es sei eine Katastrophe, wie sie nur alle 15 bis 25 Jahre vorkomme.
Verteidigungsminister: Tote und Verletzte
Verteidigungsminister David McGuinty sagte auf einer Pressekonferenz, es handle sich um einen "sehr tragischen Vorfall" auf dem Stützpunkt Wainwright. Die Regierung mobilisiere für den Einsatz alle nötigen Ressourcen. Der Minister sprach von Toten und Verletzten, nannte aber keine Opferzahlen. Man arbeite daran, zu klären, was genau am Samstag auf dem Stützpunkt passiert sei, sagte er. Weitere Informationen würden in den kommenden Stunden und Tagen folgen, sobald es gesicherte Erkenntnisse gebe, sagte der Minister.
Die örtlichen Behörden erklärten in sozialen Medien, das Feuer breite sich aufgrund starker Winde auch über den Militärstützpunkt hinaus aus. Wainwright liegt rund 210 Kilometer südöstlich von Edmonton. Feuerwehren aus mehreren Bezirken hätten den Brand "für den Augenblick im Griff", würden die Gegend aber weiter engmaschig überwachen, meldete der Gemeindebezirk Wainwright über Onlinenetzwerke.
Referendum über Abspaltung
Das Feuer unterbrach auch die vorzeitige Stimmabgabe für eine Abstimmung am Montag, bei der über ein mögliches Referendum über die Unabhängigkeit der ölreichen Provinz Alberta von Kanada entschieden werden sollte. Das Wahllokal in Wainwright wurde nach Angaben der zuständigen Behörde geschlossen.