FPÖ-Ansage

Kickl tobt: „Ruck geht, aber  Packelei bleibt"

© APA/HELMUT FOHRINGER
FPÖ-Chef Herbert Kickl meldet sich zum Rücktritt von Walter Ruck mit zornigen Worten: Der "Ruck-Skandal" sei nur die Spitze des Eisbergs. Und er schießt gegen Bürgermeister Ludwig.
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"Ruck geht, aber das schwarz-rote System der Packelei und des Postenschachers bleibt“, ärgert sich FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl, nachdem er am Donnerstag vom Rücktritt des Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck erfahren hat. Der "Ruck-Skandal ist nur Spitze eines riesigen Eisbergs des politischen Selbstbedienungsladens", tobt Kickl.

"Den Staat zur Beute gemacht"

Kickl wettert gegen fast alle anderen: "Ob ORF, Wirtschaftskammer oder die Verlierer-Ampel als größte und teuerste Regierung aller Zeiten – es ist überall das gleiche jämmerliche Schauspiel, von dem die Menschen im Land, die unter diesen Zuständen leiden, schon längst die Nase voll haben. Österreich braucht einen politischen Neustart  und dafür stehen nur wir Freiheitliche!"

Die Causa Ruck sei nämlich bloß der Mosaikstein eines Gesamtbilds, nach dem sich die Systemparteien ÖVP und SPÖ unter Beihilfe von NEOS und Grünen "den Staat zur Beute gemacht" hätten und sich gegenseitig die Posten und Pfründe zuschieben würden, während die Bürger und Unternehmer die Zeche für deren Machtrausch zahlen müssten, tobt Kickl. Dann schießt er gegen den Bürgermeister der Stadt Wien.

"Was passiert jetzt mit dem Bürgermeister?"

Copyright: Starpix / A. Tuma, 30.01.2026 Wien , Michael LUDWIG , Walter RUCK , Ball der Wiener Wirtschaft 2026 - Hofburg Wien © Starpix / A. Tuma

"Das 'Selbstbedienungsbetriebssystem', das jetzt zu Tage getreten ist, bricht wegen Rucks Rücktritt nicht zusammen. Es bleibt die Frage, wie es jetzt mit SPÖ-Bürgermeister Ludwig, der sich quasi als 'roter Skandal-Zwilling' bis zuletzt hinter ihn gestellt hat, weitergeht? Er ist die zweite Komponente dieses üblen Betriebssystems!", fragt Kickl. Er fordert Aufklärung und will ein Ende der "Zwangsmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer".

Grüne schließen sich Ludwig-Forderung an

"Wann bricht Bürgermeister Ludwig sein Schweigen?", fragen auch die Wiener Grünen, die den Bürgermeister in Erklärungsnot sehen. Sie sind immer noch verärgert, dass sie damals vor die Tür gesetzt wurden und Ludwig jetzt mit den Neos regiert.