Massive Angriffe
"In Stücke gerissen" - Russland ruft zum Verlassen von Kiew auf
Eine vorherige Warnung sei nicht von allen befolgt worden, teilte das Außenministerium in Moskau am Samstag mit. Damit sei jeder, der bleibe, einer "tödlichen Gefahr" durch "massive russische Vergeltungsschläge" ausgesetzt.
Auch interessant
Am Freitag hatte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko die Situation in der Stadt "extrem dramatisch" genannt und davor gewarnt, dass Kiew "in Stücke gerissen" werde. Russland griff in den vergangenen Tagen mehrere Brücken über den Dnipro sowie Energieinfrastruktur an.
Die Nordbrücke über den Fluss Dnipro sei bei den jüngsten russischen Luftangriffen getroffen worden und jetzt für den Verkehr gesperrt, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko am Samstag. Berichte über Opfer gab es nicht. In den vergangenen Tagen war schon die Südbrücke mehrmals von russischen Drohnen getroffen worden. Insgesamt sieben Brücken für U-Bahn, Eisenbahn und Straßenverkehr verbinden den Ost- und den Westteil Kiews.
Russische Drohnen und Raketen: Moldau meldet Einschläge
Russische Drohnen schlugen indes nach offiziellen Angaben auf moldauischem Staatsgebiet ein. "Fünf russische Luftangriffswaffen, darunter "Banderol"-Raketen und Drohnen, haben unseren Luftraum verletzt und sind auf unserem Boden explodiert", schrieb die moldauische Präsidentin Maia Sandu auf der Plattform X.
Nach Armeeangaben waren Explosionen in Ortschaften im südöstlichen Teil Moldaus zu hören. Zu möglichen Opfern oder Schäden gab es keine Angaben. Im angrenzenden südukrainischen Odessa gab es zu den genannten Zeiten allerdings keinen Luftalarm.
Ukraine: Ein Toter bei russischem Angriff auf Schiff
Unterdessen griff Russland ukrainischen Angaben zufolge ein unter liberianischer Flagge fahrendes Frachtschiff in einem der ukrainischen Schwarzmeerhäfen in der Region Odessa an. Dabei sei eine Person getötet und drei weitere verletzt worden, teilte die ukrainische Hafenverwaltung mit. In einer Erklärung über die App "Telegram" hieß es, dass 13 weitere Besatzungsmitglieder in Sicherheit gebracht worden seien.
Da sich der Krieg nun bereits im fünften Jahr befindet, hat Russland seit dem Sommer seine Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen faktisch wieder aufgenommen, wodurch Handelswege unterbrochen, Getreide- und Stahlexporte eingeschränkt und der ukrainischen Wirtschaft ein schwerer Schlag versetzt wurden.
Russland: Ein Toter bei ukrainischem Angriff auf Belgorod
Bei einem ukrainischen Angriff auf die an die Ukraine angrenzende russische Oblast Belgorod kam russischen Angaben zufolge am Samstag eine Person ums Leben. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur TASS berichtete. Reuters konnte diesen Bericht aus dem Kriegsgebiet nicht unabhängig überprüfen.