Jürgen Klopp war nach dem Sensations-Aus der deutschen Nationalmannschaft genauso geschockt, wie ganz Fußball-Deutschland. Der ehemalige Erfolgs-Coach, der bei der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko als TV-Experte tätig ist, stellte klar, dass er genau weiß, wie sich die Mannschaft fühlt.
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Dem 59-Jährigen, der sonst immer für einen guten Sager zu haben ist, fehlten zu Beginn selbst die Worte. Er wollte weder auf Spieler noch auf Trainer losgehen, da einzig die Chancenauswertung zu kritisieren war.
Mannschaft verschwand in der Kabine
Auch als die Mannschaft zuerst komplett in der Kabine verschwand und sich keiner den Fragen der Journalisten stellen wollte, zeigte Klopp Verständnis und musste gemeinsam mit Johannes B. Kerner die Zeit füllen.
"Wir reden hier nicht nur über den Bundestrainer. Wir reden über Spieler, über die Jugendausbildung. Wir haben das Gefühl, dass wir die richtigen Spieler mitgenommen haben und dennoch scheiden wir aus. Finde den Fehler im System", so Klopp. Angesprochen auf die hohen Erwartungshaltungen im Land tritt er mächtig auf die Euphorie-Bremse: "Wir sind nicht Fußball-Deuschland, wir WAREN Fußball-Deutschland", ordnet er die sportliche Weltordnung neu ein.
Dann platzte es doch aus dem Ex-Liverpool-Coach raus. "Es ist klar, dass sich beim DFB einiges ändern muss. So kann es nicht weitergehen", meint er, angesprochen darauf, dass man seit dem WM-Titel 2014 kein einziges Mal den Einzug in ein Achtelfinale schaffte.