Antonello da Messina

Kunst-Raub in Italien: Großfahndung läuft

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In Sizilien wird nach dem Diebstahl von vier Gemälden des Renaissance-Meisters Antonello da Messina ein möglicher Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität geprüft.
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Der Kulturstadtrat der Stadt Messina, Enzo Caruso, sagte am Montag, es sei schwer vorstellbar, dass die Täter die Werke innerhalb weniger Minuten aus dem Museum entfernen konnten, ohne genaue Kenntnisse über die Räumlichkeiten zu haben. "Es ist eine sehr, sehr merkwürdige Angelegenheit", sagte Caruso.

Der Diebstahl ereignete sich am Samstagabend im Regionalmuseum Accascina in Messina, während in der Stadt ein religiöses Fest Tausende Menschen auf die Straßen lockte. Erst rund zwei Stunden später wurde der Einbruch bemerkt. Touristen entdeckten zwei der gestohlenen Gemälde, die offenbar von den Tätern zurückgelassen worden waren und an der Absperrung des Museums lehnten.

Alarmanlage des Museums funktionierte ordnungsgemäß

Caruso schloss eine Beteiligung der organisierten Kriminalität nicht aus. Die Werke seien derart bekannt, dass ein Verkauf auf dem Schwarzmarkt praktisch unmöglich wäre. Deshalb könnten die Gemälde möglicherweise als Druckmittel gegenüber dem Staat oder als Pfand und Zahlungsmittel innerhalb krimineller Netzwerke eingesetzt werden. Auch ein Abtransport über das nahe gelegene Meer sei denkbar.

Der Präsident der Region Sizilien, Renato Schifani, erklärte, die Videoüberwachung und die Alarmanlage des Museums hätten ordnungsgemäß funktioniert. Eine interne Untersuchung soll nun auch klären, ob möglicherweise Mitarbeiter des Museums in den Diebstahl verwickelt waren.

Italiens Spezialpolizei für Kunstdelikte wurde nach Messina entsandt. Die Ermittler hatten erst wenige Tage zuvor geholfen, Gemälde von Renoir, Matisse und Cézanne wiederzufinden, die Anfang des Jahres aus einem Museum bei Parma gestohlen worden waren. Die Hoffnung in Messina ist nun, dass auch die Werke von Antonello da Messina wieder auftauchen.