Kärnten
Landeschef wackelt: Nächster Umfrage-Schock für Babler
Geht es nach den Umfragen, könnten ÖVP und SPÖ bei anstehenden Landtagswahlen gleich mehrere Landeschef-Posten verlieren. Der dritte Regierungspartner im Bund, die NEOS, müssen wohl häufig um den Einzug in den Landtag zittern.
Die neueste Bundesland-Umfrage (800 Befragte, IFDD) kommt nun von der "Kleinen Zeitung" für Kärnten und dürfte für SPÖ-Chef Andreas Babler alles andere als erfreulich sein. Die Roten - sie stellen mit Daniel Fellner aktuell den Landeshauptmann - verlieren im Vergleich zur Wahl 2023 und kommen auf 34 Prozent, während die FPÖ auf 32 Prozent zulegen kann. Bei einer Schwankungsbreite von maximal vier Prozent gibt es der Umfrage zufolge also ein offenes Rennen. Offizieller Wahltermin ist 2028.
Die NEOS kommen in der Umfrage übrigens auf drei Prozent und würden demnach an der 5-Prozent-Hürde scheitern.
Babler-SPÖ im Bund auf 16-%-Allzeittief
Auch im Bund steht die SPÖ von Babler bekanntlich schlecht da. Zuletzt stürzte die Partei in der Lazarsfeld-Umfrage für oe24 bereits auf 16 Prozent und liegt damit in Reichweite für die Grünen (12 %). Wenig verwunderlich brodelt es in der Partei. Burgenlands SPÖ-Klubobmann Roland Fürst spricht bereits offen über Neuwahlen im Bund, "wenn im Herbst kein Wunder passiert". oe24 berichtete.
Kopf-an-Kopf in Tirol und OÖ
Aber auch in einigen anderen Bundesländern sieht es für die Regierungsparteien nicht gut aus.
Erst letzte Woche veröffentlichte der ORF eine Foresight-Umfrage für Tirol, die ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ÖVP und FPÖ prognostiziert. Beide Parteien kommen hier auf 29 Prozent. Die SPÖ kommt bei 12 Prozent zu liegen. Die Pinken müssten mit fünf Prozent der Stimmen erneut um den Einzug in den Landtag (5-Prozent-Hürde) zittern. Gewählt wird im "Heiligen Land" übrigens bereits 2027.
Auch Oberösterreich wählt bereits im nächsten Jahr einen neuen Landtag - und auch in Oberösterreich könnte die ÖVP den Landeshauptmann-Posten verlieren. Je nach Umfrage liegt hier entweder die FPÖ mit Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner vorne oder es wird ein knappes Rennen. Die SPÖ rangiert bei 17 bis 19 Prozent, hält also in etwa ihr Ergebnis von 2021.
Ein weiteres schwarzes Kernland ist traditionell Niederösterreich. Aber auch hier sieht es für die Volkspartei von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner alles andere als gut aus. Hier führt die ÖVP zwar noch den Umfragen zufolge, die FPÖ holt aber im Vergleich zur Wahl 2023 auf. Gewählt wird planmäßig 2028.