Nach mehreren Videos
Mega-Leak kostet GTA-Entwickler Milliarden Dollar
Derzeit herrscht in der Gaming-Branche pures Chaos. Der Leaker hat sich illegalen Zugang zu einer bereits weit fortgeschrittenen Entwicklungsversion von "Grand Theft Auto 6" verschafft und stellt seither unaufhörlich Spielszenen online. Allein wegen dieser Aktion stürzte der Aktienkurs des Rockstar-Mutterkonzerns Take-Two Interactive in den vergangenen zwei Tagen um dramatische 15,29 US-Dollar ab. Damit wurden an der Börse innerhalb kürzester Zeit rund 2,8 Milliarden US-Dollar an Marktwert vernichtet.
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Der Albtraum begann am 18. August, als "Cyberleek" die ersten Clips mit angeblich echten Spielszenen von GTA 6 in den sozialen Medien postete. Mittlerweile stellte sich heraus, dass das Material aus einer stabilen Entwicklerversion von Anfang 2025 stammen soll. Der Hacker droht nun sogar damit, das streng gehütete Ende des wohl meisterwarteten Spiels aller Zeiten vorab im Netz zu verraten. Laut eigenen Angaben führt er die Sabotageakte aus drei ganz bestimmten Gründen durch.
Seine Gründe:
- Zwang zu digitalen Vorbestellungen ohne physische Datenträger bei GTA 6
- Inhalte werden nur über die teurere Sonderedition erhältlich sein
- Er fordert den Erhalt von Spielen nach einer Serverabschaltung
Cyberleek bewirbt eigene Kryptowährung
Bereits im ersten geleakten Video platzierte der Erpresser einen QR-Code, der zu seiner eigenen Kryptowährung, den sogenannten "Cyberleek-Tokens", führt. Nutzer können diese digitalen Wertmarken erwerben, um in Abstimmungen darüber zu entscheiden, welche geheimen Spielinhalte als nächstes geleakt werden sollen. Mit den Einnahmen will der Hacker nach eigenen Angaben weitere Angriffe und Aktionen finanzieren. Viele Spieler werfen ihm daher Heuchelei vor und sind überzeugt, dass er sich in Wahrheit nur persönlich bereichern möchte.
Insgesamt spalten die Leaks die Gemüter der Gamer. Einige zeigen sich erfreut darüber, endlich konkrete Informationen zum Spiel zu erhalten – insbesondere, da erst am 27. August (knapp drei Monate vor dem offiziellen Release) die ersten offiziellen Gameplay-Szenen zeitexklusiv auf Netflix präsentiert werden sollen. Durch den Hacker-Angriff haben die Spieler nun vorab eine genauere Vorstellung davon, wie das Spiel optisch aussehen könnte. Andere wiederum fürchten sich vor massiven Spoilern und möchten die Story – allen voran das spannende Finale – lieber unvoreingenommen selbst erleben.
Doch wie reagieren der Entwickler Rockstar Games und der Mutterkonzern Take-Two Interactive auf das Desaster? Bisher weigern sich die Konzerne, den Vorfall öffentlich zu kommentieren. Hinter den Kulissen gehen sie jedoch mit aller Härte vor: Jedes im Netz auftauchende Video, das die Spielszenen zeigt, wird umgehend wegen massiver Copyright-Verstöße gesperrt und gelöscht.