Wegen Regen
Legendäres Pferderennen Palio verschoben
Auf dem Hauptplatz der toskanischen Stadt Piazza del Campo wurde die grüne Flagge gehisst, die die Absage des für Sonntagabend geplanten Rennens signalisiert. Der Regen setzte am frühen Nachmittag ein und machte nach Angaben der Stadt sowohl den historischen Umzug als auch das Rennen unmöglich.
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Ausschlaggebend waren die dadurch beeinträchtigten Bedingungen auf der Rennbahn aus Tuffstein und die damit verbundenen Risiken für Pferde und Jockeys. Das Programm soll am Montag bei entsprechendem Wetter unverändert nachgeholt werden. Die ersten Kanonenschüsse sind für 15.00 und 15.30 Uhr vorgesehen, der historische Umzug beginnt um 16.50 Uhr. Um 19.00 Uhr sollen die Pferde für den Palio auf die Piazza del Campo geführt werden. Der Palio war zuletzt bereits mehrfach wegen Regens verschoben worden.
Tradition seit dem Mittelalter
Seit dem Mittelalter messen sich zwei Mal jährlich im Sommer (am 2. Juli und am 16. August) Sienas Stadtteile bei dem Pferderennen, das nur etwa 90 Sekunden dauert. Dabei muss der Platz dreimal umrundet werden. Bei dem halsbrecherischen Rennen kann eines der ungesattelten Pferde auch gewinnen, wenn es ohne einen zu Sturz gekommenen Reiter ins Ziel gelangt.
Pro Rennen sind immer nur zehn der 17 Stadtteile zugelassen, und zwar auch immer jene sieben, die im Vorjahr aussetzen mussten. Die drei weiteren werden durch das Los bestimmt. Der Sieger gewinnt laut Tradition den Schutz der Jungfrau Maria für sein Stadtviertel und erhält als Trophäe das sogenannte Palio (ein Stofftuch) mit dem Abbild der Heiligen, das von bekannten Künstlern angefertigt wird. Die Stadtteile von Siena sind großteils nach Tieren benannt.