Halbjahr
Lenzing-Umsätze gesunken, aber Gewinn steigt
Der Umsatzrückgang war dem Zurückfahren der Faserproduktion und niedrigeren Erlösen aus dem externen Zellstoffgeschäft geschuldet. Das Unternehmen richtet sich derzeit strategisch neu aus, dafür wird die Faserproduktion im Burgenland bis Ende 2026 eingestellt. In England läuft sie 2027 aus. Weltweit gehen in Folge rund 2.000 Jobs bei Lenzing verloren.
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Der Umsatz fiel auf rund 1,27 Mrd. Euro, nach 1,34 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich dagegen dank positiver Effekte aus Fremdwährungsbewertungen und dank eines verbesserten Finanzerfolgs von 15,2 Mio. auf 35,6 Mio. Euro. Insgesamt sei das Marktumfeld von volatilen Energie- und Rohstoffpreisen, einer gedämpften Nachfrage und einem stärkeren Wettbewerb aus Asien geprägt.
Einsparungen von 120 Mio. Euro erwartet
Das neue Strategieprogramm namens "Grow Nonwovens, Reset Textiles" ist darauf ausgerichtet, das Nonwovens-Geschäft auszubauen und im Textilgeschäft auf Premium-Marktsegmente wie Tencel zu setzen. Auch das Zellstoff- und Bioraffineriegeschäft soll weiter gestärkt werden. Damit soll das Unternehmen profitabler und resilienter werden. Gleichzeitig zieht sich der Konzern aus dem Geschäft mit Standardfasern für Textilanwendungen zurück.
Im Geschäftsjahr 2025 seien durch Effizienzmaßnahmen bereits über 200 Mio. Euro eingespart worden. Weitere 120 Mio. Euro sollen bis Ende 2027 ergebniswirksam werden.
Ausblick
Mittelfristig peilt Lenzing wieder ein Umsatzwachstum und eine Steigerung des Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 150 Mio. Euro an. Die EBITDA-Marge soll zwischen 20 und 25 Prozent liegen. Im Halbjahr 2026 lag das EBITDA bei 239,2 Mio. Euro (Halbjahr 2025: 268,6 Mio. Euro), die Marge lag bei 18,9 Prozent.
Im Hinblick auf die neue Strategie will Lenzing Produktionskapazitäten von Textilfasern auf Nonwovens-Fasern umstellen und neue, innovative Fasern für das Segment zu entwickeln. Das Produktportfolio soll vor allem im Hygiene-Segment ausgeweitet werden.