Im Gemeinderat

Linz soll Pharma-Hotspot werden

© Getty Images (Symbolbild)
Zwischen Anfang 2022 und Oktober 2024 meldeten EU-Mitgliedstaaten insgesamt 136 kritische Arzneimittelengpässe. Der Pharma-Standort Linz soll mehr zur heimischen Produktion beitragen.
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"Die Frage, welche Produkte in Europa selbst produziert werden und bei welchen Produkten eine Abhängigkeit von Drittstaaten besteht, ist längst keine reine Wirtschaftsfrage mehr, sondern eine Frage der Sicherheit. Ganz besonders gilt das bei Arzneimitteln und deren Wirkstoffen", sagte am Dienstag LH-Stv. Manfred Haimbuchner (FPÖ) in einer Pressekonferenz. Linz müsse daher schnellere Genehmigungsverfahren für pharmazeutische Investitionen schaffen. Die Standortpolitik sollte sich nicht auf Neuansiedlungen beschränken. Auf Pharma- und Chemieunternehmen mit bestehenden Standorten in Linz sollte aktiv hinsichtlich möglicher Erweiterung zugegangen werden. Was in Linz erforscht werde, sollte nach Möglichkeit auch in Linz produziert werden.

Flächen bereits sichern

"Mit dem geplanten Critical Medicines Act der EU sollen Produktionsprojekte für kritische Arzneimittel künftig als strategische Projekte eingestuft werden können. Damit können unter bestimmten Voraussetzungen bessere Finanzierungsmöglichkeiten und beschleunigte Verfahren verbunden sein. Voraussetzung dafür sind allerdings konkrete und ausgereifte Projekte. Linz muss daher frühzeitig geeignete Vorhaben entwickeln, Flächen sichern und die notwendigen Partner zusammenbringen", sagt der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) und wird in der kommenden Gemeinderatssitzung einen Antrag dazu einbringen.