Kino

"LOL 2.0": Sophie Marceau wird Oma

© Corbis via Getty Images
Das langersehnte Sequel zur französischen Komödie "LOL (Laughing Out Loud)" ist da und macht den einstigen "La Boum"-Star Sophie Marceau zur Großmutter.
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Es ist tatsächlich schon 18 Jahre her, dass Sophie Marceau (59) mit der herzerwärmenden Komödie "LOL (Laughing Out Loud)" für einen Kino-Hit sorgte. Der Film drehte sich um Anne und ihre Tochter Lola (Christa Théret) und den Beginn eines digitalen Lebens, als SMS und Internetsprache (LOL) anfingen, unsere Kommunikation zu verändern. Lola durchlebte ihren ersten Liebeskummer und Schulstress, Anne hatte eine heimliche Affäre mit ihrem Ex-Mann und stand vor der Entscheidung, ob sie dieser Beziehung noch eine Chance geben will. Am Ende wurde alles gut: Lola verliebte sich neu und Anne entschied sich gegen eine aufgewärmte Ehe und dafür, nach vorne zu blicken.

Zeit für ein Wiedersehen

Wer sich gefragt hat, was danach passiert sein könnte, erhält eine Antwort: Ab 18. Juni kehrt Sophie Marceau als Anne in die österreichischen Kinos zurück. Allerdings ohne Lola – die hat in "LOL 2.0" den mütterlichen Schoß und Frankreich verlassen. Dafür steht ihre jüngste Tochter Louise, gespielt von Thaïs Alessandrin (27), aus heiterem Himmel vor der Tür und zieht, nachdem ihr Freund sie abserviert und das gemeinsame Startup abgewickelt hat, bei Mama ein. Anne kommt das gar nicht gelegen, weil sie die Freiheit, alle Kinder aus dem Haus zu haben, genießt. Aber was will man machen? Louise erhält Lolas Zimmer, denn aus ihrem ist ein Fitnessraum geworden. Während Louise sich liebestechnisch wie beruflich neu orientiert, wartet auf Anne ein Schock: Sohn Theo (Victor Belmondo) eröffnet ihr, dass sie Oma wird. Mit Mitte 50 fühlt Anne sich dazu überhaupt nicht bereit und will die frohe Botschaft gerne verheimlichen, vor allem vor ihrem neuen Flirt Vincent (Vincent Elbaz).

Liebe, Freundschaft & Generationen

Anne (Sophie Marceau) tröstet ihre Tochter Louise (Thaïs Alessandrin). © Curiosa Films, Love is in the Air, Apollo Films Distribution, France 2 Cinéma, M6 Films

Regisseurin und Drehbuchautorin Lisa Azuelos (60) hat sich für die Fortsetzung ihres Erfolgsfilms mit ihrer Tochter Thaïs Alessandrin zusammengetan, die nicht nur wieder in die Rolle der (nun erwachsenen) Louise geschlüpft ist, sondern neben Frédéric Da auch am Buch beteiligt war. Wie schon sein Vorgänger erzählt "LOL 2.0" erwartungsgemäß von Generationen und der modernen Kommunikation. Aber es geht auch um das Älterwerden und die weibliche Sexualität mit 50+. Wie gewohnt mit viel Herz und Humor.

Vic wird zu Poupette

Lisa Azuelos war sich anfangs nicht sicher, ob sie Sophie Marceau mit ihrem Drehbuch überzeugen kann. "Ich dachte, sie würde niemals zustimmen, eine Großmutter auf der Leinwand zu sein! Ich dachte mir, naja, von Vic zu Poupette, man darf sie nicht zu sehr drängen! Aber tatsächlich hat sie diese Geschichte berührt, und ich glaube, dieses Drehbuch, war das, das sie am schnellsten in unserer gemeinsamen Geschichte angenommen hat", erinnert sie sich erleichtert. Tatsächlich hält die Schauspielerin das für die "ganz normale Entwicklung der Dinge" und hat kein Problem mit der Rolle einer Oma: "Viele meiner Freundinnen sind in meinem Alter. Ich habe vieles spät erlebt, wie meine Mutter. Großmutter zu werden fände ich schön … aber ich nehme die Dinge, wie sie kommen."

Komplizierte Welt

Für Marceau war die Auseinandersetzung mit den Problemen der Generation Z spannend. "Es ist kompliziert für sie, denn die Welt hat sich stark verändert. Unsere Kinder müssen sich von uns lösen, während unsere Elterngeneration sie noch sehr beschützte. Die Gesellschaft ist heute oft recht aggressiv, weshalb ich diese Rückkehr nach Hause nachvollziehen kann. Sie müssen ihren Weg finden in einem Klima allgemeinen Misstrauens. Ich vertraue ihnen, ich finde sie lebendig, klug und liebenswert. Man muss sie nur begleiten", sieht sie die Verantwortung bei sich und ihrer Generation. Was sie schade findet, ist, dass "die Generation Z oft in ständigen Vergleichen lebt und dabei vergisst, dass man ein ganzes Leben hat, um Dinge zu erleben". Ihr Rat: Ausprobieren, experimentieren und an das Tun glauben: "Mit ,Tun‘ meine ich, eine Verbindung zur Erde zu spüren, wirklich Teil dieser Welt zu sein und sie nicht nur aus der Ferne über Bildschirme zu betrachten."