Verschwunden

Lugner-Ferrari gestohlen: Trio vor Gericht

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100.000-Euro-Sportwagen gestohlen: Ein Ferrari aus dem früheren Besitz von Richard Lugners Familie ist seit April 2025 verschwunden. Jetzt müssen sich drei Männer vor Gericht verantworten. Brisant: Der Wagen soll in der Slowakei gesichtet worden sein.
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Wien/NÖ. Ein roter Ferrari, ein mutmaßlich geplanter Diebstahl und eine Spur ins Ausland: Der Fall um den verschwundenen Luxusflitzer aus dem früheren Besitz der Familie Lugner beschäftigt ab Mittwoch das Landesgericht Wiener Neustadt. Drei Männer stehen wegen des Vorwurfs des gewerbsmäßig schweren Diebstahls durch Einbruch und weiterer Delikte vor Gericht.

Bei dem verschwundenen Fahrzeug handelt es sich um einen Ferrari 348 TB, Baujahr 1993. Der Sportwagen war rund 25 Jahre lang im Besitz der Familie des im August 2024 verstorbenen Baumeisters Richard Lugner. Besonders sein Sohn Alexander soll sich um den Wagen gekümmert haben.

100.000 Euro wert

Kurz vor dem Diebstahl hatte der neue Besitzer Roman G. den Ferrari erworben. Das Fahrzeug war laut seinen Angaben bestens gepflegt und hatte gerade einmal 58.000 Kilometer auf dem Tacho. Den Wert des roten Flitzers schätzte der Besitzer auf rund 100.000 Euro.

Doch von seinem Traumauto fehlt bis heute jede Spur.

Der Coup ereignete sich vermutlich in der Nacht auf den 25. April 2025 in einer Tiefgarage in Wiener Neudorf im Bezirk Mödling. Dort hatte der Mailänder Sportwagenclub Stellplätze angemietet und mehrere Ferraris abgestellt.

Laut Anklage sollen zwei der Beschuldigten in die Garage eingebrochen sein. Neben dem roten Ferrari sollen sie auch zwei weitere Sportwagen ins Visier genommen haben. Bei diesen blieb es demnach beim Versuch.

Besonders brisant: Der Diebstahl könnte bereits lange vorbereitet worden sein. Auf dem Handy des Erstangeklagten sollen sich Fotos des Ferrari befunden haben, die laut dem Besitzer bereits rund ein Jahr vor dem Coup aufgenommen worden sein dürften.

Ferrari in der Slowakei gesichtet

Auch zum möglichen Verbleib des Luxusautos gibt es eine neue Spur. Der Ferrari soll nach dem Diebstahl in der Slowakei gestanden sein, und das offenbar noch immer mit dem österreichischen Kennzeichen seines Besitzers.

Zurückbekommen hat Roman G. seinen Wagen dennoch nicht. Für den Besitzer bleibt der Verlust damit weiterhin schmerzhaft. Mit seiner Versicherung steht er nach eigenen Angaben in Kontakt.

Weitere Vorwürfe gegen das Trio

Der Fall dreht sich allerdings nicht nur um den Lugner-Ferrari. Laut Anklage sollen zwei der Beschuldigten auch drei Motorräder in Schwechat gestohlen haben. Bei einem weiteren Motorrad soll es beim Versuch geblieben sein. Zudem sollen zwei Angeklagte versucht haben, durch das Aufschneiden von Blechwänden an weitere Motorräder zu gelangen.

Allein dem Erstangeklagten wird laut Anklage ein Schaden von insgesamt rund 300.000 Euro zugerechnet.

Am Mittwoch müssen sich die drei Männer vor dem Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Roman G. soll als Zeuge aussagen. Für den Besitzer geht es dabei auch um die Frage, was tatsächlich mit seinem Ferrari geschehen ist.

Für alle Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.