Angebot abgelehnt

Lugner-Prozess: Weiterhin keine Einigung in Sicht

© Nathalie Martens
Im Streit um das Erbe von Baumeister Richard Lugner rückt eine Einigung zwischen der Witwe Simone Lugner und der Lugner Privatstiftung in weite Ferne.
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Die nächste Verhandlung im Privatprozess der Lugner Privatstiftung gegen Simone Lugner ist für Donnerstag, 18. Dezember um 17:00 Uhr angesetzt. In dem Verfahren geht es unter anderem um eine Räumungsklage für das Haus in Wien-Döbling, während parallel das Verlassenschaftsverfahren läuft.

Neue Summen im Verhandlungspoker

Laut einem neuen Angebot ihres Anwalts Florian Höllwarth wäre Simone Lugner bereit, auf das Wohnrecht in der Villa sowie auf ihre Firmenbeteiligungen zu verzichten. Im Gegenzug verlangt sie vier Millionen Euro in bar und eine monatliche Leibrente von 12.000 Euro auf Lebenszeit, was sich - bei einer Lebenserwartung von rund 40 Jahren - hochgerechnet auf rund zehn Millionen Euro beläuft. Die Lugner Privatstiftung hat diese Forderungen jedoch einmal mehr zurückgewiesen.

Simone Lugner, Florian Hööwarth und Markus Tschank © Hersteller

Stiftung bessert Angebot auf

Stiftungsanwalt Markus Tschank erklärte gegenüber dem "Kurier", dass die Gegenseite ihr ursprüngliches Angebot von vier Millionen Euro geringfügig um etwas mehr als 100.000 Euro aufgebessert habe. Simone Lugner selbst äußert sich bedeckt zu den kolportierten Zahlen und möchte nicht über Vergleiche und Summen sprechen, unterstreicht jedoch ihre grundsätzliche Gesprächsbereitschaft.

Umstrittene Firmenanteile und Wohnrecht

Nach Angaben der Stiftung stehen Simone Lugner aus der Erbschaft rund 1,5 Millionen Euro sowie Anteile an den Unternehmen und das gerichtlich umkämpfte Wohnrecht zu. Tschank stellte klar, dass es bei den Firmenanteilen der Lugner City wie bisher keine Gewinnausschüttungen geben werde, da Gewinne reinvestiert werden. Zudem fordert die Stiftung ein jährliches Benutzungsentgelt von 60.000 Euro für die Nutzung der Villa, das im Falle einer Prozessniederlage von Simone Lugner nachgezahlt werden müsste.

Lugner Villa in Döbling © Andreas Tischler / Vienna Press

Es bleibt also auch weiterhin spannend und die Fronten scheinen verhärtet. Damit könnte sich der Prozess, sofern keine Einigung erreicht wird, noch über Jahre ziehen.