Nachdenklich

Maffay (77): Beichte über Tod erschüttert Fans!

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Im tiefgründigen Gespräch mit seinem Kollegen Johannes Oerding gewährt Rock-Legende Peter Maffay seltene und berührende Einblicke in seine Gedankenwelt. Musiker spricht offen über die eigene Vergänglichkeit.
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Das fortschreitende Alter beschäftigt den Vollblutmusiker in seinem Alltag immer intensiver. Er bezeichnete diese Lebensphase selbst als überaus elektrisierend, blickt den Tatsachen jedoch mit ungeschminktem Realismus ins Auge. Peter Maffay, der auf der Bühne nach wie vor Hallen füllt, aber offen dazu steht, hin und wieder seine eigenen Songtexte zu vergessen, ist sich seiner Lebensuhr vollkommen bewusst. Er weiß genau, dass er sich inzwischen im letzten Viertel seines irdischen Daseins bewegt.

Aus dieser Einsicht heraus hat sich seine innere Haltung grundlegend gewandelt. Im Dialog mit Johannes Oerding für den "Stern" formulierte er seine Gedanken mit entwaffnender Klarheit: "Ich denke darüber nach, wie viel Zeit mir noch mit den Menschen bleibt, die mir viel bedeuten." Was in früheren Jahrzehnten von enormer Bedeutung schien, habe heute drastisch an Stellenwert verloren. Wo der Musiker nach wilden Konzerten früher an irgendeiner Whiskyflasche hängen geblieben sei, dominiere nun ein vollkommen neues Lebensgefühl. Sein Fokus richte sich auf eine völlig andere Nummer: das abendliche Ritual mit seiner Tochter Anouk, wenn sie ihm ein liebevolles "Papa, gute Nacht" zurufe. Das Fazit des Familienvaters fällt eindeutig aus: "Da verblasst jeder Whisky."

Gemeinsame Trauer um die Väter schuf tiefe Freundschaft

Zwischen Peter Maffay und Johannes Oerding besteht eine außergewöhnliche künstlerische wie auch persönliche Allianz. Beide Künstler teilen das schmerzhafte Schicksal, den Verlust ihrer Väter verkraften zu müssen. Nach deren Ableben tauschten sich die beiden Liedermacher intensiv über ihre Trauer aus und vertrauten sich gegenseitig emotionale Vater-Sohn-Storys an. Diese tiefen Gespräche blieben nicht ohne spürbare Auswirkungen auf ihr musikalisches Schaffen.

Aus dem gemeinsamen seelischen Fundament entstand eine enge Zusammenarbeit. Oerding, der sich erst kürzlich wieder mit seiner neuen Lebensgefährtin in der Öffentlichkeit zeigte, verfasste die berührenden Zeilen zu Maffays Ballade "Wenn wir uns wiedersehen". Das Lied hatte der Rocker seinem damals im Sterben liegenden Vater gewidmet. Maffay fand für die feinfühlige Arbeit seines Kollegen allerhöchste Worte des Respekts: Oerding habe zutiefst persönliche und ergreifende Worte gefunden, ohne dass der Song jemals ins Kitschige abgegleitet wäre.

Studio-Anekdote in Nashville und Ausweichquartier wegen Taylor Swift

Die gewachsene Freundschaft mündete schließlich in einem gemeinsamen Großprojekt in den Vereinigten Staaten. Für das Album "Nashville", dessen Veröffentlichung für den 2. Oktober angesetzt ist, begaben sich die beiden Künstler über den Atlantik. In der traditionsreichen Musikmetropole nahmen sie Seite an Seite neue Titel auf, erlebten am ersten Produktionstag in den berühmten Blackbird Studios jedoch eine handfeste Überraschung.

Maffay und Oerding mussten kurzfristig auf einen deutlich kleineren Studioraum ausweichen, da die Hauptkabine anderweitig belegt war. Wie Oerding mit einem Schmunzeln berichtete, soll ausgerechnet Pop-Gigantin Taylor Swift zur selben Zeit vor Ort gewesen sein, um Gesangsaufnahmen einzuspielen. Selbst gestandene deutschsprachige Musikgrößen mussten sich in diesem Moment dem globalen Superstar beugen – eine Anekdote, die die beiden Künstler mit gelassener Heiterkeit nahmen.