Neue Vorwürfe

ManCity-Whistleblower nimmt FIFA-Boss Infantino ins Visier

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Wenige Monate vor der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten nimmt ausgerechnet der Mann, der den ManCity-Skandal aufgedeckt hatte, den umstrittenen Gianni Infantino ins Visier.
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Vor acht Jahren brachte Whistleblower Rui Pinto auf seiner Website "Football Leaks" den Skandal um Premier-League-Gigant Manchester City ins Rollen. Nun gab es das vernichtende Urteil, dass der amtierende Vizemeister in 114 der 115 Anklagepunkte schuldig gesprochen wurde. Wie hoch das Strafmaß ist, entscheidet sich in den kommenden Tagen, allerdings ist ein Abstieg durchaus realistisch.

Nun sorgt genau derselbe Mann, Rui Pinto, wieder für Wirbel. Diesmal bringt er allerdings neue Vorwürfe gegen den umstrittenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino ans Tageslicht, die dessen Kandidatur zur Wiederwahl erneut massiv befeuern.

Der Whistleblower beschuldigt den 56-jährigen Spitzenfunktionär, dass er 2014 als UEFA-Generalsekretär eben ManCity, aber auch Paris Saint-Germain - zwei Scheich-Klubs - vor harten Strafen wegen dem Financial Fair Play geschützt habe.

Vorwürfe kurz vor FIFA-Wahl

Besonders brisant ist der Zeitpunkt der Anschuldigungen. Beim FIFA-Kongress im März in Marokko soll der neue FIFA-Präsident gewählt werden. Während Infantino seine Wiederwahl anstrebt, arbeitet die UEFA intensiv daran, einen Gegenkandidaten zu finden, der den Schweizer vom Fußball-Thron stürzen kann.

Laut Pinto habe der heutige FIFA-Chef aktiv Einfluss auf die laufenden Kontrollverfahren der UEFA genommen. Die Vorwürfe wiegen schwer, da sie das Herzstück der damaligen Bemühungen um ein faires finanzielles Gleichgewicht im europäischen Vereinsfußball berühren.

Sperre verhindert

Die von Pinto beschriebenen Eingriffe sollen für die beiden millionenschweren Spitzenvereine weitreichende Konsequenzen, wie einen Champions-League-Ausschluss, verhindert haben. Durch die mutmaßliche Weitergabe interner Details und eine Einflussnahme auf die Verfahren seien City und PSG mit überschaubaren Sanktionen davongekommen:

FIFA-Präsident Gianni Infantino (l) und PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi. © NurPhoto via Getty Images

Die Auseinandersetzung um die Einhaltung der finanziellen Richtlinien zieht sich bereits über viele Jahre hinweg. Bereits im Jahr 2020 hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS eine zwischenzeitlich ausgesprochene zweijährige Europacup-Sperre der UEFA gegen Manchester City wieder aufgehoben.