In der ZiB

Mangott über Russen-Anschlag: "Kriegsähnlicher Zustand"

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Nach dem gescheiterten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne auf den Flughafen Leipzig wirft die deutsche Bundesregierung durch, in der ZiB2 erklärt Experte Gerhard Mangott die Hintergründe Putins.
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"Wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung", stellte Innenminister Alexander Dobrindt klar. Russland weist die Vorwürfe vehement zurück; Sprecherin Maria Sacharowa kündigte bereits harte Gegenmaßnahmen Moskaus an.

Anfang August war in Leipzig eine flugfähige Sprengstoffdrohne nahe einer ukrainischen Antonow-Transportmaschine entdeckt worden. Ermittler belegen die russische Spur durch bekannte Tatmittel und Sprengstoffkonfigurationen aus dem Ukraine-Krieg. Die EU und die NATO sicherten Deutschland nach dem schweren Vorfall ihre volle Solidarität zu.

"Kein extremer Angriff"

Der Experte meint: "Diese hybriden Angriffe stellen keinen extremen Angriff dar. Aber es ist so, dass wir politisch von einem kriegsähnlichen Zustand reden müssen. Es geht um die Zerstörung von Infrastruktur und Rüstungsunternehmen." Mangott zufolge will Putin in der Bevölkerung ein Unsicherheitsgefühl entstehen lassen, damit die betroffenen Staaten die Unterstützung für die Ukraine zurückfährt.

Weitere Nadelstiche in Richtung der NATO erwartet sich der Experte, einen konkreten Angriff schließt er allerdings derzeit aus. Mangott: "Putin will den Zusammenhalt der NATO testen. Wenn man einen kleinen Grenzzwischenfall, wie zuletzt in Estland, ignoriert, wirft das ein schlechtes Bild auf die Gemeinschaft."