Femizid in Italien

Mann sperrt Frau in Kofferraum und stößt sie von Brücke

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Ein letzter verzweifelter Hilferuf aus dem Kofferraum: In Italien soll ein 36-Jähriger seine Ex-Freundin entführt und von einer Autobahnbrücke gestoßen haben. Kurz darauf sprang auch er in die Tiefe.
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Für Lorena Isceri kam jede Hilfe zu spät. Die 45-Jährige soll im Kofferraum eines Autos eingeschlossen gewesen sein, während ihr Ex-Freund Federico Vella mit ihr unterwegs war.

Die Polizei hatte nach dem Wagen bereits gefahndet. Laut den bisherigen Ermittlungen steuerte Vella schließlich das Auto zum Lora-Viadukt auf der A1 bei Barberino di Mugello nördlich von Florenz.

Dort kam es zur tödlichen Eskalation: Als die Einsatzkräfte näherkamen, soll Vella seine ehemalige Partnerin aus dem Kofferraum geholt und von der Brücke gestoßen haben. Wenige Augenblicke später sprang er selbst in die Tiefe. Beide wurden tot unter dem Viadukt gefunden.

Staatsanwaltschaft spricht von Femizid

Die Staatsanwaltschaft geht von einem Femizid mit anschließendem Suizid des mutmaßlichen Täters aus.

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Noch ist allerdings nicht geklärt, wann Lorena Isceri genau starb. Die Ermittler müssen klären, ob sie bereits vor dem Sturz tödlich verletzt wurde oder erst durch den Fall aus mehr als zehn Metern Höhe ums Leben kam. Eine Obduktion soll die genauen Todesumstände klären.

Trennung erst wenige Wochen her

Isceri und Vella sollen sich erst vor wenigen Wochen getrennt haben. Nach Einschätzung der Ermittler könnte Vella die Trennung nicht akzeptiert haben.

Der 36-Jährige arbeitete als Manager einer Autovermietung. Isceri war Führungskraft in der Veterinärbranche.

Lorena Isceri hat noch versucht im Kofferraum den Notruf zu wählen. Jedoch kam jede Hilfe zu spät. © Facebook

Besonders verstörend sind mehrere Beiträge, die Vella kurz vor der Tat auf Instagram veröffentlicht haben soll.

"Mit ganzem Herzen geliebt"

Am 12. August soll Vella gemeinsame Bilder mit seiner Ex-Partnerin veröffentlicht haben. Dazu bezeichnete er Isceri laut italienischen Medien als die Frau, die er "mit ganzem Herzen geliebt" und "durch seine Dummheit verloren" habe.

Wenige Stunden vor der tödlichen Tat folgte eine weitere Nachricht. In einer Instagram-Story mit schwarzem Hintergrund stand lediglich: "Addio a tutti" – "Auf Wiedersehen an alle".

Für die Ermittler könnten die Beiträge wichtige Hinweise darauf liefern, was sich vor der Tat abgespielt hat.