U-Haft läuft aus

Marius Borg Høiby: Kommt Skandal-Prinz bald frei?

© oe24
Marius Borg Høiby wurde verurteilt, könnte aber wegen seiner Berufung schon in wenigen Tagen freikommen.
Zur Vollversion des Artikels

Die aktuelle Untersuchungshaft von Marius Borg Høiby endet am Montag, 13. Juli. Sollte die Staatsanwaltschaft bis dahin keine weitere U-Haft beantragen, kommt der 29-jährige Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit vorerst wieder auf freien Fuß. Zwar wurde der Norweger Mitte Juni zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt, das Urteil ist wegen einer eingelegten Berufung aber noch nicht rechtskräftig. Bis zu einem möglichen Verfahren vor dem Borgarting-Gericht, das laut Medienberichten erst im Jahr 2027 starten soll, gilt er hinsichtlich der bestrittenen Vorwürfe als unschuldig und könnte die Monate bis dahin in Freiheit verbringen.

Widerstand gegen weitere Haft

Bisher hat die Osloer Polizei nicht bekanntgegeben, ob eine Haftfortsetzung geplant ist. Die leitende Beraterin Siv Alsén erklärte gegenüber der Zeitung "Se og Hør", dass man sich kurz vor Fristablauf dazu äußern werde. Der Anwalt des Beschuldigten, Holager Andenæs, betonte, dass sein Mandant weiterhin vehement auf eine Entlassung dränge und sich gegen jeden neuen Haftantrag der Staatsanwaltschaft wehren wolle. Da er bereits mehrfach einen entsprechenden Antrag gestellt habe, verstehe es sich von selbst, dass er sich auf die Freilassung freue.

Marius Borg Høiby © APA/AFP/NTB/ANE HEM

Frühere Anträge komplett gescheitert

Zuvor scheiterten Marius Borg Høiby und seine Anwälte auf mehreren juristischen Ebenen mit ihren Entlassungsanträgen. Selbst eine Haftentlassung in den Hausarrest mit elektronischer Überwachung per Fußfessel wurde von den zuständigen Behörden abgelehnt. Bis zu einer endgültigen Entscheidung über die kommenden Monate bleibt die Lage für das norwegische Königshaus extrem angespannt.

Heimliche Besuche im Krankenhaus

Mette-Marit © Reuters

Trotz der strikten Haftbedingungen gab es zuletzt Ausnahmen für den 29-Jährigen. Laut Berichten wurde er kürzlich mehrmals ins Rikshospitalet in Oslo geschleust. Dort besuchte er seine 52-jährige Mutter Mette-Marit, die sich vor kurzer Zeit einer Lungentransplantation unterziehen musste.