Garnelen & Seelachs
Marius Borg Høiby: Luxus-Leben im Gefängnis!
Hinter schwedischen Gardinen statt im norwegischen Schloss Skaugum: Seit Mitte Juni sitzt Marius Borg Høiby, der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52), in der Hochsicherheitsanstalt Ila westlich von Oslo. Doch von kargen Gefängniszellen und Wasser und Brot kann keine Rede sein. Wie die norwegische Zeitung "Dagbladet" berichtet, gleicht der Alltag in der Haftanstalt fast einem Hotelaufenthalt. Für die Freizeitgestaltung stehen den Insassen Fitnessräume, eine Sporthalle, Werkstätten und eine Bibliothek zur Verfügung.
Besonders luxuriös fällt die Verpflegung aus: Der wöchentliche Speiseplan bietet Gerichte wie Thai-Curry mit Alaska-Seelachs, Pasta mit Scampi, Putengulasch oder Hähnchenfilet – inklusive laktose-, gluten- und schweinefleischfreien Alternativen sowie täglichem Dessert. Auch die Unterbringung ist komfortabel: Die Zellen sind mit Buchenholzmöbeln und Vorhängen ausgestattet. Dank eines eigenen TV-Anschlusses können die Häftlinge sogar die aktuelle Fußball-Weltmeisterschaft ganz entspannt bei Chips und Cola vom Bett aus mitverfolgen.
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Kritik an Sonderrechten in der U-Haft
Für zusätzlichen Wirbel sorgen Berichte über angebliche Privilegien des prominenten Häftlings. So durfte Marius seine schwerkranke Mutter Mette-Marit nach deren Lungentransplantation bereits mehrfach in polizeilicher Begleitung im Krankenhaus besuchen. Johan Lothe vom Resozialisierungsverein "Wayback" äußert gegenüber "Dagbladet" deutliche Kritik: "Man merkt, dass er bessere Bedingungen hat als andere. Soweit ich weiß, haben die Gefängnisse normalerweise keine Kapazität, damit sie einen Häftling zu einer kranken Mutter begleiten können."
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Sein Anwalt Petar Sekulic betont unterdessen, dass der 29-Jährige derzeit noch keine reguläre Haftstrafe verbüßt, sondern sich weiterhin in Untersuchungshaft befindet. Und diese könnte schon bald ein Ende haben: Da eine U-Haft in Norwegen spätestens vier Wochen nach einem Urteil beendet werden muss und im Falle eines Berufungsverfahrens das Urteil über vier Jahre Haft noch nicht rechtskräftig ist, könnte der Skandalsohn bereits Mitte Juli vorerst wieder in die Freiheit entlassen werden.
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