Langes Verfahren

Mega-Scheidung: Topmanager muss 568 Millionen Euro zahlen

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Chey Tae-won, der Vorsitzende der SK Group, hat sich von seiner Frau geschieden. Neun Jahre lang dauerte das Scheidungsverfahren. Ergebnis: Chey Tae-won muss seiner Frau 568 Millionen Euro zahlen.
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Nach neun Jahren Rechtsstreit geht in Südkorea das sogenannte "Scheidungsverfahren des Jahrhunderts" zu Ende. Chey Tae-won, der Vorsitzende der SK Group, muss tief in die Tasche greifen. Im Rahmen der Vermögensaufteilung erhält seine Ex-Frau Roh Soh-yeong 944 Milliarden Won (rund 568 Millionen Euro), so das niederländische Portal "NU".

Chey ist einer der mächtigsten Manager Südkoreas. Die SK Group ist nach Samsung das zweitgrößte Firmenkonglomerat des Landes. Roh hingegen leitet das Art Center Nabi und ist die Tochter des ehemaligen Präsidenten Roh Tae-woo. 1988 heirateten die beiden und bekamen drei Kinder. Später lebten sie getrennt. 2017 erfolgte die Einreichung der Scheidung.

Wichtige gesellschaftliche Frage

Im Mittelpunkt des langen Verfahrens stand vor allem eine große Frage: Sind Cheys Anteile an SK Inc. sein persönliches Eigentum oder wird es als  gemeinschaftliches Vermögen gewertet? Roh argumentierte, dass sie durch  Kinderbetreuung, Haushaltsarbeit und familiäre Unterstützung wesentlich zu Cheys beruflichem Erfolg beigetragen habe.

Zusätzlich betonte sie, dass ein Schwarzgeldfonds ihres Vaters beim Wachstum von SK eine Rolle gespielt habe. In Südkorea wurde der Fall somit zu einer Grundsatzfrage über Frauenrechte und die rechtliche Anerkennung von Care-Arbeit und Hausarbeit gesehen.

Mega-Deal mit Nvidia

Die SK Group ist einer der größten Konglomerate Südkoreas. Das Unternehmen ist hauptsächlich in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Halbleiter und Batterietechnologie aktiv. Dem Konzern gehören unter anderem SK Hynix und SK Telecom, wodurch SK international als wichtiger Technologie- und Industriekonzern gilt.

Laut "Handelsblatt" wächst die SK Group dank neuer Verträge im Wert von 750 Milliarden Dollar. Dies teilte das südkoreanische Präsidialamt nach einem von Präsident Lee Jae Myung in San Francisco ausgerichteten KI-Gipfel mit. Darunter fällt eine 500-Milliarden-Dollar-Partnerschaft zwischen der Tochter SK Hynix mit dem US-Chipriesen Nvidia