Bluttat

Messer-Attacke in Seniorenheim: Ein Toter und mehrere Schwerverletzte

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Ein Großeinsatz von Polizei und Rettungsdiensten hat am späten Freitagabend die Kleinstadt Olfen im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen erschüttert. Ein Bewohner eines Seniorenheims attackierte vier Personen mit einem Messer, wobei ein Opfer getötet und drei weitere Menschen teils lebensgefährlich verletzt wurden.
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Die dramatischen Szenen spielten sich im St. Vitus Stift in Olfen im Kreis Coesfeld ab. Gegen 20.39 Uhr ging bei der Leitstelle von Polizei und Feuerwehr ein Notruf ein, der umgehend die Alarmierung massiver Einsatzkräfte auslöste. Gemeldet worden war eine akute Amoktat innerhalb der weitläufigen Pflegeeinrichtung.

Binnen kürzester Zeit rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften an den Tatort aus:

  • Zahlreiche Streifenwagen der Polizei riegelten das gesamte Areal um das Seniorenheim weiträumig ab
  • Mehrere Rettungswagen und Notarztteams übernahmen die Erstversorgung der Verletzten vor Ort
  • Zwei Rettungshubschrauber landeten direkt vor der Anlage, um schwerstverletzte Personen schnellstmöglich transportieren zu können
  • Die örtliche Feuerwehr unterstützte bei der Ausleuchtung und Absicherung des Einsatzortes in der Nacht

Nach ersten Ermittlungen und Informationen der "BILD"-Zeitung soll ein Bewohner der Einrichtung unvermittelt mit einer Klinge auf vier Personen eingestochen haben. Eine Sprecherin der Polizei bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa den Tod eines Opfers. Die drei weiteren Attackierten erlitten schwere bis lebensgefährliche Verletzungen und mussten noch in der Nacht notfallmedizinisch stabilisiert werden.

Nottransport in Uniklinik und Festnahme im Zimmer

Angesichts der Schwere der Schnitt- und Stichwunden entschieden die Notärzte, mindestens einen Schwerstverletzten per Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Münster zu fliegen. Ob es sich bei den Opfern um andere Heimbewohner oder um Pflegepersonal des Stifts handelt, ließen die Behörden zunächst offen.

Die Festnahme des mutmaßlichen Täters erfolgte rasch:

  • Der Mann zog sich nach der Attacke in seine eigene Unterkunft zurück
  • Alarmierte Polizeibeamte konnten ihn in seinem Zimmer widerstandslos überwältigen und festnehmen
  • Eine unmittelbare Gegenwehr leistete der Tatverdächtige beim Zugriff der Einsatzkräfte nicht
  • Die Tatwaffe wurde von den Ermittlern vor Ort sichergestellt

Die Hintergründe der verheerenden Bluttat liegen derzeit noch völlig im Dunkeln. Das Motiv des Heimbewohners ist Gegenstand intensiver kriminalpolizeilicher Ermittlungen.

Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen auf Hochtouren

Die zuständige Staatsanwaltschaft wollte sich in den Nachtstunden auf Medienanfragen hin noch nicht zu den Details des Falles äußern. Kriminaltechniker sicherten bis in die frühen Morgenstunden Spuren am Tatort im St. Vitus Stift.

Für die übrigen Bewohner sowie die Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung wurde eine seelsorgerische und psychologische Betreuung organisiert. Die Erschütterung über den Gewaltausbruch in einer Einrichtung, die eigentlich Schutz und Ruhe im Alter bieten soll, sitzt im gesamten Kreis Coesfeld tief. In den kommenden Tagen sollen die Einvernahmen der Zeugen und Überlebenden Aufschluss darüber geben, wie es zu der fatalen Eskalation kommen konnte.