Uber schlägt zu

Milliarden-Deal um Foodora-Mutter

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Uber übernimmt die Foodora-Mutter Delivery Hero um etwa 12,7 Milliarden Euro
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Der Fahrdienstvermittler und -Essenslieferant Uber greift nach Delivery Hero, dem Mutterkonzern von Foodora. Der US-Konzern legte den Aktionären des deutschen Essenslieferanten am Donnerstag ein Angebot über 41,50 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Transaktionsvolumen von etwa 12,7 Mrd. Euro. Der Großaktionär Prosus habe zugestimmt, seine knapp 17-prozentige Beteiligung an Delivery Hero abzugeben.

US-Riese schlägt zu

Der deutsche Lieferdienst-Konzern Delivery Hero schlüpft nach jahrelangen Verlusten unter das Dach des US-Konzerns Uber. Der Fahrdienstvermittler und Lieferdienst aus den Vereinigten Staaten hat sich einen Großteil der Anteile an der Foodora-Mutter gesichert und will sich in einem Milliardendeal auch den Rest einverleiben.

Österreich-Geschäft geht an anderen Investor

Das Geschäft in 14 Ländern, darunter auch Österreich, soll an den US-Finanzinvestor SSW Partners abgestoßen werden.

Denn Delivery Hero will sich von seinem Geschäft in 14 Ländern trennen, in denen es bisher mit dem Lieferdienst Uber Eats konkurriert. Betroffen sind Österreich, Chile, Zypern, die Tschechische Republik, Ecuador, Griechenland, Moldau, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden und die Türkei. Käufer ist den Angaben zufolge die Beteiligungsgesellschaft SSW Partners aus New York. Sie bezahle dafür 1,4 Milliarden Euro.

Voraussetzung ist, dass die Übernahme von Delivery Hero durch Uber gelingt. Jefferies-Experte Thorne wertet den Schritt positiv, denn dadurch dürften Uber und Delivery Hero kartellrechtlichen Bedenken zuvorkommen.

Delivery Heros Aufsichtsratschefin Kristin Skogen Lund räumte ein, dass der Berliner Konzern in seinem Geschäft zu kämpfen hatte. "Das Liefergeschäft ist hochkompetitiv und in hohem Maße von Skaleneffekten abhängig", sagte sie. "Der Zusammenschluss mit einem starken Partner ist jetzt der richtige Schritt, um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und Fähigkeit zur Wertschöpfung für alle Stakeholder von Delivery Hero bestmöglich zu sichern."

Jahrelange Verluste

Uber macht die Übernahme von einer Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie abhängig. Bis dato hat sich Uber bereits 37 Prozent der Anteile an Delivery Hero gesichert.

Delivery Hero hat jahrelang unter dem Strich fast durchweg rote Zahlen geschrieben. Einen Überschuss fuhr der Konzern nur im Jahr 2019 ein. Da hatte er sein Deutschland-Geschäft mit den Marken Foodora, Lieferheld und Pizza.de an den Konkurrenten Takeaway.com (heute Just Eat Takeaway) verkauft und damit einen hohen Sondergewinn eingestrichen.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi und Delivery-Hero-Chef und -Mitgründer Niklas Östberg warben nun für den Zusammenschluss mit Uber: "Durch die Zusammenführung unserer Plattformen bringen wir erschwingliche, zuverlässige Lieferdienste zu Millionen weiterer Menschen in einigen der dynamischsten Volkswirtschaften der Welt", sagte Khosrowshahi. Östberg dankte seinen Beschäftigten dafür, "dass sie dieses Unternehmen über 15 Jahre hinweg aufgebaut haben".