Serien-Vergewaltiger

Millionenerbe 101 Jahre (!) früher aus Knast entlassen

© Los Angeles Times via Getty Imag
Andrew Luster ist wieder auf freiem Fuß – und das mehr als ein Jahrhundert früher als ursprünglich vorgesehen.
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Der 62-Jährige, Urenkel des Kosmetikunternehmensgründers Max Factor, war 2003 wegen schwerer Sexualstraftaten in 86 Fällen zu 124 Jahren Haft verurteilt worden. Nun wurde er in Kalifornien auf Bewährung entlassen. Der Fall sorgt in den USA für heftige Kritik.

Frauen vergewaltigt

Zwischen 1996 und 2000 soll Luster mehrere Frauen mit Drogen betäubt und anschließend missbraucht haben. Mindestens drei Opfer sind bekannt, zwei der Übergriffe filmte er. Das ursprüngliche Strafmaß wurde 2013 auf 50 Jahre reduziert.

Die kalifornischen Behörden begründen die Entlassung damit, dass Luster seine Haftzeit unter anderem durch Arbeit und gute Führung verkürzt habe. Wie sich die außergewöhnlich lange Verkürzung konkret erklärt, ist allerdings umstritten. Die Stadt Glendora, in der Luster Berichten zufolge lebt, fordert Aufklärung. Bürgermeister David Fredendall zeigte sich empört.

Bereits während seines Prozesses hatte Luster für Schlagzeilen gesorgt: Er floh nach Mexiko, wurde dort nach rund sechs Monaten vom bekannten Kopfgeldjäger Duane "Dog" Chapman aufgespürt und in die USA zurückgebracht.