Die unglaubliche Rettungsaktion ereignete sich im US-Bundesstaat Montana am berühmten Yellowstone River. Ein Floß und ein Paddleboard prallten gegen eine Brücke, vier Menschen wurden ins Wasser geschleudert. Drei konnten sich ans Ufer retten – doch ein Mann trieb nur noch an eine Kühlbox geklammert in der starken Strömung und kämpfte ums Überleben.
Lasso-Wurf rettet Leben
Der 14-jährige Jory Thomas machte gerade mit seiner Familie Zelturlaub, als plötzlich verzweifelte Hilferufe zu hören waren. "Wir hörten alle: ,Hilfe, Hilfe‘", erzählte der Teenager später dem regionalen TV-Sender KTV2.
Während sein Vater sofort den Notruf absetzte, rannte Jory ohne zu zögern zum Fluss. Er watete bis zur Brust ins Wasser, holte sein Lasso hervor und wagte einen Wurf, den sonst wohl nur Cowboys beherrschen. Der erste Versuch saß: Die Schlinge legte sich um den Kopf des Mannes. Jory zog den Ertrinkenden Stück für Stück durch das Wasser ans rettende Ufer.
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"Sie hätten ihn wohl nur noch tot geborgen"
Erst rund zehn Minuten später trafen die Einsatzkräfte ein. Nach Einschätzung des Sheriffs von Sweet Grass County wäre es ohne den mutigen Teenager wohl zu spät gewesen. Die Rettungskräfte hätten den Mann nach langer Suche vermutlich nur noch tot aus dem Fluss geborgen, erklärte der Sheriff.
Übung auf der Farm zahlte sich aus
Dass der Jugendliche mit dem Lasso so treffsicher umgehen kann, ist kein Zufall. Jory hilft regelmäßig auf der Farm seiner Eltern beim Einfangen von Rindern. "Ich habe dieses Jahr so richtig mit dem Lasso-Werfen angefangen", erzählte er. Nachmittags habe er oft an einem Lasso-Dummy trainiert.
Für seinen außergewöhnlichen Mut wurde der 14-Jährige inzwischen vom Sheriff von Sweet Grass County offiziell ausgezeichnet. Seine geistesgegenwärtige Reaktion machte aus einem Campingurlaub eine echte Heldengeschichte – und rettete einem Menschen das Leben.