Seit über 600 (!) Tagen sitzt René Benko mittlerweile in U-Haft. Zwei Geburtstage musste der Signa-Pleitier bereits hinter Gittern verbringen. Im Mai wäre es der dritte Ehrentag en suite im Gefängnis - ausgerechnet der runde 50er.
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Im Häf'n - der frühere Immobilienjongleur sitzt in der Justizanstalt Innsbruck - soll Benko aber den ein oder anderen "Promi-Bonus" genießen, wie ein Ex-Häftling, der in Innsbruck seine Strafe abgesessen hat, gegenüber oe24 berichtet.
Seine Zelle würde laut dem früheren Insassen bereits früh am Morgen aufgesperrt: "Der sitzt dann bei den Beamten und tratscht mit denen". Auch mehrstündige Telefonate und ausgiebige Besuche würden Benko gestattet, bei anderen Häftlingen sei man da strenger, so der Ex-Inhaftierte.
Wie von oe24 berichtet, soll Benko mittlerweile mit einer Tischler-Ausbildung im Gefängnis begonnen haben.
Benko erneut vor Gericht
Für den Signa-Gründer geht's am Dienstag zumindest wieder für ein paar Stunden aus der Justizanstalt raus. Er muss erneut vor das Landesgericht Innsbruck. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte Anfang Juli einen Teilfreispruch im Verfahren wegen betrügerischer Krida aufgehoben und zur Neuverhandlung an das Landesgericht zurückverwiesen.
In der Causa geht es um eine Mietvorauszahlung von rund 360.000 Euro für eine Villa im Innsbrucker Stadtteil Hungerburg.
Die Hungerburg-Villa war der zweite Teil einer Anklage, die in einem ersten Prozess gegen Benko im Oktober 2025 am Landesgericht Innsbruck zu einer Verurteilung zu zwei Jahren unbedingter Haft führte. Der erste Teil bezog sich auf eine Schenkung in Höhe von 300.000 Euro an seine Mutter. Hier wurde der 49-Jährige schuldig gesprochen, in der Mietvorauszahlungs-Causa hingegen freigesprochen. Anfang Juli ging das Ganze nach Berufungen an den OGH. Dieser bestätigte den Schuldspruch des Ersturteils gegen Benko, womit dieser erstmals rechtskräftig schuldig gesprochen wurde.