Salzburg. Thomas Morgenstern wandte sich auf Instagram an seine Fans und Kunden, nachdem sein Hubschrauber Ende September aus Mauterndorf entwendet wurde. "Der dreiste Diebstahl unseres Helikopters hat uns völlig unerwartet getroffen und stellt uns aktuell vor große Herausforderungen", erklärte der Olympiasieger. Für ihn hat der Verlust massive wirtschaftliche Folgen, da ihm durch das Verschwinden des Robinson R44 im Breitling-Design seine Haupteinnahmequelle von heute auf morgen weggebrochen ist. Der 39-Jährige veranstaltete mit dem rund 600.000 Euro teuren Fluggerät für Touristen und Abenteuerlustige Erlebnis-, Foto- und Eventflüge.
Suche nach schnellen Lösungen
Derzeit laufen laut Morgenstern die notwendigen Abklärungen und Planungen. Er betonte: "Natürlich bin auch ich sehr daran interessiert, so schnell wie möglich wieder für euch in der Luft zu sein." Konkrete Flugtermine könne er zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht verbindlich zusagen. In den kommenden Wochen hoffe das Team, genauere Informationen über die Wiederaufnahme des Flugbetriebs geben zu können. Für das entgegengebrachte Verständnis, die Geduld und die vielen aufmunternden Nachrichten bedankte er sich persönlich bei seiner Community.
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Ein beispielloser Kriminalfall in Österreich
Der minutiös geplante Coup sorgt österreichweit für großes Erstaunen, da ein solcher Diebstahl hierzulande bisher nicht vorkam. Anfangs hielt Morgenstern die Situation sogar für einen Scherz und dachte an die Sendung "Versteckte Kamera".
In einer vollmondhellen Nacht wurde der Hubschrauber jedoch tatsächlich gestartet und – ohne Eingreifen der Luftraumüberwachung – über Ländergrenzen hinweg bis nach Kroatien geflogen. Dort soll er auf der Insel Pag zuletzt geortet worden sein.
Vollmond! Morgenstern-Coup minutiös geplant
Video nicht verfuegbar im AMP-Modus
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Austrocontrol und das Bundesheer standen wegen ihres Vorgehens in der Kritik, die Abfangjäger blieben jedoch am Boden, da unter anderem die Kosten zu hoch und die Jets für einen Hubschrauber zu schnell gewesen wären. Die Täter hatten zudem den Transponder ausgeschaltet oder ausgebaut.
Rätselraten um Motiv der Täter
Was die Kriminellen mit dem Helikopter vorhaben, bleibt unklar. Da alle Teile mit Seriennummern versehen sind, gilt das Fluggerät auf dem Markt als praktisch unverkäuflich. Die Vermutungen reichen von einer möglichen Riesen-Erpressung über organisierte Kreise, die durch einen Insider-Tipp leichtes Spiel hatten, bis hin zu einem "PR-Gag". Eine kurzfristig auf Facebook aufgetauchte Verkaufsanzeige für 895.000 Euro entpuppte sich jedenfalls schnell als Scherz. Allfällige Versicherungsfragen werden sich zudem nicht kurzfristig klären lassen.