Zwei Tore im Cup, danach 90 Minuten auf der Bank! Für Marko Arnautovic (37) läuft es bei Roter Stern Belgrad alles andere als nach Wunsch. Beim 4:2 gegen Macva Sabac musste Österreichs Rekordtorschütze am Samstag tatenlos zusehen, wie ausgerechnet sein Sturmkonkurrent Bamba Dieng mit einem Dreierpack glänzte. Jetzt bekommt der Umgang mit den Routiniers bei Roter Stern auch noch Gegenwind von einem ehemaligen Trainer.
Nenad Lalatovic, einst selbst Coach des serbischen Rekordmeisters, kritisiert in der Zeitung "Kurir" die Personalpolitik von Albert Riera. Dabei geht es auch um Arnautovic, dessen Rolle unter dem Spanier zunehmend diskutiert wird.
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Ex-Trainer schießt gegen Star-Behandlung
"Man darf sich nicht so leicht von älteren Spielern trennen", warnt Lalatovic. Dass Riera verstärkt auf junge Spieler setzt, findet er grundsätzlich richtig. Doch bei den Routiniers hört für ihn das Verständnis auf.
Vor allem Aleksandar Katai und Mirko Ivanic nimmt der frühere Trainer in Schutz. "Katai und Ivanic haben Roter Stern viel gegeben. Sie sind untrennbar mit dem Verein verbunden und dürfen nicht einfach gestrichen werden."
Dann legt Lalatovic nach: "Sie haben Roter Stern viel mehr gegeben als Riera."
Auch Arnautovics Rolle wird in dem Interview thematisiert. Der ÖFB-Star zählt zu den prominenten Routiniers, die zuletzt nicht immer zum Zug kamen.
Doppelpack reicht nicht für die Startelf
Dabei hatte Arnautovic erst am Mittwoch im Cup gegen Jedinstvo mit zwei Treffern aufgezeigt. Drei Tage später saß er gegen Macva wieder draußen. Keine einzige Einsatzminute!
Sein Sturmkonkurrent Dieng nutzte die Gelegenheit eiskalt und traf gleich dreimal. Für Arnautovic wird der Kampf um einen Stammplatz damit nicht leichter.
Besonders bemerkenswert: Riera hatte seinen österreichischen Stürmer erst wenige Tage zuvor noch gelobt. "Arnautovic trainiert gut", erklärte der Spanier. Und schob nach: "Arnautovic ist ein Spieler, mit dem ich plane."
Eine Stammplatzgarantie gab es allerdings nicht. Riera fordert von seinen Profis die richtige Einstellung, Intensität und vollen Einsatz.
"Mein Job ist es, fair zu sein und jenen eine Chance zu geben, die sie verdienen", stellte der Trainer klar.