F1-Aufreger in Baku

Nach Crash: Kann Wolff Antonelli aus Ferne trösten?

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Nach seinem Qualifying-Crash ist Kimi Antonelli am Boden zerstört. Doch ausgerechnet jetzt ist Mercedes-Boss Toto Wolff nicht vor Ort.
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Während sich die Mechaniker in der Mercedes-Garage vergeblich bemühten, Antonellis beim Mauer-Crash beschädigten Boliden doch noch flottzubekommen, bereitete sich der WM-Dominator auf den Gang zur Presse vor. Als der 20-jährige Italiener Minuten später beim Sky-Interview erschien, wirkte er geknickt.

"Unnötiger Fehler von mir"

Antonelli nahm den folgenschweren Fauxpas sofort auf seine Kappe: "Es war mein Fehler, ein völlig unnötiger noch dazu. Ich ärgere mich sehr darüber und wir werden versuchen, es morgen (im Rennen, d. Red.) besser zu machen. Wir werden alles geben, um so viele Plätze wie möglich wettzumachen."

Antonelli muss den Baku-GP (Start ist am Samstag um 13 Uhr/ServusTV & Sky live) von Startplatz 15 aus in Angriff nehmen. Zur Erinnerung: Vor drei Wochen in Monza hatte der Shootingstar von Startplatz 18 aus sensationell gewonnen - allerdings ist das Überholen auf dem Highspeed-Kurs in Italien wesentlich leichter möglich als auf dem halben Stadtkurs in Baku.

Toto Wolff lässt Baku aus

Ausgerechnet jetzt ist Kimis wichtigste Bezugsperson in der Mercedes-Box (abgesehen von Papa Marco) nicht vor Ort: Teamchef Toto Wolff lässt das Aserbaidschan-Weekend aus privaten Gründen aus, für ihn übernimmt der frühere Pressechef Bradley Lord an der Boxenmauer. Leicht möglich, dass Wolff seinen Schützling am Telefon tröstet.

Dass ausgerechnet George Russell im zweiten Mercedes aus der Poleposition startet, sieht Antonelli mit gemischten Gefühlen. Immerhin weiß Antonelli, dass der Mercedes "an diesem Wochenende sehr stark performt." Andererseits könnte Russell, sein erster Verfolger, die bereits entschieden geglaubte WM noch spannend machen. Noch liegt Antonelli 81 Punkte vorn. Bleibt Polesetter Russell auch im Rennen vor kriegt er 25 Punkte. Abwarten, wie viele Antonelli noch retten kann ...