Für viele Amazon-Kunden in Österreich ändert sich in den kommenden Wochen eine bisher beliebte Zahlungsart. Die Monatsabrechnung wird abgeschafft. Hintergrund sind neue Vorgaben für Verbraucherkredite, die ab 20. November gelten und auch Zahlungsmodelle für kleinere Beträge stärker regeln.
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Wer bisher mehrere Amazon-Bestellungen gesammelt und anschließend mit einer Monatsabrechnung bezahlt hat, wird künftig auf den klassischen Kauf auf Rechnung umgestellt. Dabei erhält jede Bestellung – ebenso wie Abonnements – eine eigene Rechnung. Die Zahlungsfrist beträgt 14 Tage.
Amazon begründet die Änderung mit der Umsetzung der neuen EU-Verbraucherkreditrichtlinie. Die Anpassung der bisherigen Monatsabrechnung hätte den Zahlungsprozess für Kunden komplizierter gemacht. "Wir haben uns daher für die Umstellung auf den klassischen Rechnungskauf entschieden, der ein einfachere und transparentere Zahlung ermöglicht", teilte das Unternehmen mit. Betroffene Kunden werden bereits über die Änderung informiert.
Strengere Regeln für "Jetzt kaufen, später zahlen"
Die Neuerungen gehen allerdings weit über Amazon hinaus. Die EU-Richtlinie bringt strengere Vorgaben für sogenannte Buy-now-pay-later-Modelle. Auch kleinere Kredite und Zahlungsaufschübe werden künftig stärker erfasst.
Anbieter müssen Kunden vor Vertragsabschluss umfassender und kostenlos über Kosten, Zinsen und Rücktrittsmöglichkeiten informieren. Zudem ist eine ausdrückliche Zustimmung erforderlich. Ein deutlicher Warnhinweis soll darauf aufmerksam machen, dass eine Kreditaufnahme mit Kosten verbunden sein kann.
Eine zentrale Änderung betrifft außerdem die Bonitätsprüfung. Kann ein Anbieter aufgrund der finanziellen Situation eines Kunden davon ausgehen, dass dieser die vereinbarten Zahlungen nicht leisten kann, darf der Kredit künftig nicht vergeben werden. Damit soll verhindert werden, dass sich Verbraucher durch mehrere kleine Finanzierungen zunehmend verschulden.