Tennis

Nach Verlust der Nummer 1: Trainerbeben bei Jannik Sinner

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Der Tennis-Thron ist weg – Alexander Zverev ist die neue Nummer eins der Welt! Jetzt zieht Jannik Sinner die Konsequenzen und krempelt nach dem Verlust der Spitzenposition sein Trainerteam für die nächste Titeljagd um.
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Nach fünf gemeinsamen Jahren ist Schluss mit Erfolgscoach Darren Cahill. Doch der Italiener hat bereits einen prominenten Nachfolger an der Angel: Magnus Norman soll Sinner zurück an die Weltspitze führen. Der Schwede steigt ab Dezember ins Team ein und arbeitet künftig gemeinsam mit Simone Vagnozzi am Comeback des Südtirolers.

Norman ist dabei alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Als Spieler schaffte er es bis auf Platz zwei der Weltrangliste und ins Finale der French Open. Seinen größten Coup landete er allerdings als Trainer: Mit Stan Wawrinka feierte er gleich drei Grand-Slam-Triumphe. Jetzt soll er auch Sinner wieder zum Tennis-Thron verhelfen.

Der Schwede Magnus Norman führte Stan Wawrinka zu drei Grand-Slam-Titeln. Nun soll er Jannik Sinner zurück an die Weltspitze coachen. © Getty Images

»Viel mehr als nur ein Trainer«

Damit endet eine Ära, die den Italiener zum absoluten Superstar gemacht hat. Seit Juni 2022 war Cahill Teil seines Trainerteams und hatte entscheidenden Anteil an Sinners Aufstieg. Unter seiner Regie eroberte der Südtiroler erstmals die Nummer eins, holte fünf Grand-Slam-Titel und triumphierte zweimal bei den ATP Finals. Dazu gelang ihm das Kunststück, alle neun Masters-1000-Turniere zu gewinnen. Eine beeindruckende Erfolgsbilanz – und entsprechend emotional fiel der Abschied aus.

"Du bist als einer meiner Trainer zu mir gekommen. Schon ziemlich schnell wurdest du viel mehr als das. Jemand, dem ich vertrauen konnte. Jemand, auf den ich mich verlassen konnte. Ein Freund", schwärmte Sinner in einem Instagram-Video. Auch wenn die gemeinsame Arbeit nun endet, soll die Freundschaft bleiben. Cahill bezeichnete die Zusammenarbeit seinerseits als besondere Ehre und Privileg.

Doch warum kommt der große Umbau gerade jetzt? Sinner hat schwierige Monate hinter sich. Seit seinem Wimbledon-Triumph im Juli stand der Italiener verletzungsbedingt bei keinem Turnier mehr auf dem Platz. Eine Knieverletzung zwang ihn sogar dazu, seine Saison vorzeitig zu beenden. Während er pausieren musste, nutzte Alexander Zverev die Gelegenheit und stieß ihn vom Tennis-Thron. Ausgerechnet der Deutsche steht nun ganz oben.

Noch dieses Jahr! Comeback-Plan steht

Sinner gratulierte seinem Rivalen zwar öffentlich zum Aufstieg, versteckte dabei aber keineswegs seinen Ehrgeiz. "Genieße es und ich hoffe, wir sehen uns sehr bald", richtete er Zverev aus. Eine Kampfansage? Zumindest ist klar, dass der Italiener die Nummer eins nicht kampflos verloren geben will.

In Monte Carlo hat Sinner inzwischen wieder das Training aufgenommen. Beim hochdotierten Showturnier Six Kings Slam im Dezember ist sein Comeback geplant. Dann könnte er erstmals mit seinem neu aufgestellten Team angreifen. Die Botschaft ist klar: Der Thron ist vorerst weg, die Jagd auf Zverev hat aber längst begonnen. Neuer Coach, neue Kräfte – Sinner bläst zur großen Rückeroberung!