"Abdul, nein!"

Nächster Rassismus-Eklat am Oktoberfest

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Ein Rassismus-Skandal erschüttert das Teufelsrad auf dem Oktoberfest. Nach Debatten um Werbefiguren und Upskirting wurde der neue Sprecher des Fahrgeschäfts nach einer Entgleisung gefeuert.
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Das historische Fahrgeschäft Teufelsrad auf dem Münchner Oktoberfest kommt nicht zur Ruhe. Nachdem in der Vergangenheit bereits Debatten über als zu frivol empfundene Werbefiguren sowie Fälle von verbotenem Fotografieren unter die Röcke von Besucherinnen für Aufsehen gesorgt hatten, sorgt nun ein Rassismus-Eklat rund um den neuen Rekommandeur für Wirbel.

Verbaler Eklat während Mädelsrunde

Über einen Zeitraum von 25 Jahren leitete der im Frühjahr verstorbene Ansager Horst Herrmann (†69) die Mädelsrunde mit dem Satz "Jetzt kommen die fesch’n Madln" ein. Buben, die das Feld betraten, vertrieb er mit Sprüchen. Bei seinem Nachfolger kam es am zweiten Wiesn-Wochenende zu einem Vorfall. Wie die "Abendzeitung München" unter Berufung auf eine Zeugin berichtet, rief der Sprecher Mädchen im Alter von 13 bis 17 Jahren auf die Scheibe. Als ein junger Mann mitlief, rief der Ansager laut Zeugenbericht: "Abdul, nein und Abdul, Schluss".

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Konsequenzen nach rassistischer Äußerung

Laut der Zeugin wählte der Rekommandeur den Namen passend zum vermeintlichen Aussehen des Jugendlichen. Zudem habe er geäußert: "Das passiert, wenn wir das mit der Zuwanderung so weitermachen. Da müssen wir aufpassen, dass er nächstes Mal nicht noch seine Familie mitbringt." Jan Polaczy, Ehemann der Betreiberin Elisabeth Polaczy, bestätigte der Zeitung, dass der Mann in diesem Jahr als Sprecher getestet wurde. Nach seiner verbalen Entgleisung sei er umgehend entlassen worden.

Frühere Debatten um Fahrgeschäft

Bereits vor dem Oktoberfest gab es Aufregung um das Fahrgeschäft. Der Stadt München erschienen drei der 80 Jahre alten Frauenfiguren am Eingang zu freizügig, woraufhin zu kurze Röcke und Dekolletés übermalt werden mussten. Zudem tauchten im Internet vermehrt Videos auf, bei denen Frauen heimlich unter die Röcke gefilmt wurden. Seit 2021 ist dieses sogenannte Upskirting eine eigene Straftat nach Paragraf 184k StGB, die mit bis zu zwei Jahren Haft oder einer Geldstrafe geahndet werden kann. Betreiberin Elisabeth Polaczy (80) verschenkt mittlerweile Radlerhosen an Besucherinnen.