Die politische Landschaft in Deutschland bleibt in Bewegung: Sowohl CDU/CSU als auch AfD verlieren laut der aktuellen INSA-Umfrage für die BILD-Zeitung an Zustimmung. Während die Union auf einen historischen Tiefstand zusteuert, bleibt die AfD mit großem Abstand stärkste Kraft. Gleichzeitig gewinnen zwei linke Parteien hinzu.
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Im aktuellen Sonntagstrend kommt die Union auf 18 Prozent, ein Minus von einem Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche. Damit liegt sie nur knapp über ihrem bisherigen Tiefstwert von 17,5 Prozent, der Anfang Oktober gemessen wurde. Die AfD verliert ebenfalls einen Prozentpunkt und erreicht 29 Prozent. Der Abstand zwischen den beiden Parteien beträgt elf Prozentpunkte.
Dahinter folgen die Grünen mit unveränderten 14 Prozent und die SPD mit 13 Prozent. Die Linkspartei legt um einen Punkt auf elf Prozent zu. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gewinnt hinzu und erreicht vier Prozent. Die FDP bleibt ebenfalls bei vier Prozent.
Kenia-Koalition als mögliche Option
INSA-Chef Hermann Binkert betont den Bedeutungsverlust der früheren Volksparteien. Union und SPD hätten "seit der Bundestagswahl 2025 fast ein Drittel an Wählerstimmen verloren". Zusammen kommen sie laut Umfrage nur noch auf 31 Prozent.
Da FDP und BSW derzeit unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen, könnten zahlreiche Stimmen bei der Sitzverteilung unberücksichtigt bleiben. Als mögliche Regierungsoption sieht Binkert eine Kenia-Koalition aus Union, SPD und Grünen. Zusammen erreichen diese Parteien 45 Prozent. Ob ein solches Bündnis tatsächlich zustande käme, hängt jedoch vom Wahlergebnis und den Koalitionsverhandlungen ab.