Manchester United steckt in der Mega-Krise. Nach der 0:3-Niederlage gegen Bournemouth ist man in der Premier-League-Tabelle auf Rang 16 abgestürzt. Während Vereins-Ikone Michael Carrick das Team im Vorjahr noch in die Champions League führte, geistert nun das Abstiegsgespenst durch Old Trafford.
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Folglich ist es klar, dass bei den "Red Devils" die Trainerfrage immer wieder hochkocht. Allerdings machten die Fans am Sonntag klar, was sie von einer möglichen Carrick-Entlassung halten. Obwohl man aussichtslos zurücklag, gab es unterstützende Sprechchöre für die 45-jährige Vereins-Ikone. Der Zorn der Anhänger richtet sich klar gegen die Klub-Führung.
Für Aufregung sorgte auch Carricks Entscheidung, seinen Kapitän und Portugal-Star Bruno Fernandes auf die Bank zu setzen. Die erhoffte Reaktion brachte die Maßnahme allerdings auch nicht. Nun könnte es für den Coach zum vorzeitigen Ende seiner ManU-Ära kommen.
Bosse streiten sich um Carrick-Nachfolge
Als mögliche Nachfolger wurden zuletzt immer mehr Kandidaten gehandelt. Doch auch hier gibt es hinter den Kulissen jede Menge Unruhe. Wie britische Medien berichten, kommen sich nun die Sport-Bosse Jason Wilcox und Christopher Vivell in die Quere. Wilcox möchte einen Trainer mit Erfahrung in der Premier League, der Deutsche Vivell hingegen möchte unbedingt Nagelsmann in das "Theatre of Dreams" lotsen.
Hintergrund ist wohl auch die gemeinsame Vergangenheit der beiden Landsmänner. Vivell kennt Nagelsamann aus gemeinsamen Zeiten in Hoffenheim und Leipzig. Nun könnten sich ihre Wege in Manchester wieder kreuzen.
Nagelsmann nicht Favorit
Allerdings dürfte innerhalb des Vereins die Meinung von Wilcox noch mehr zählen. Bei den Buchmachern wird der ehemalige DFB-Bundestrainer nur als dritte Option gehandelt. In der Pole Position dürfte derzeit der Ex-Newcastle-Trainer Eddie Howe sein, gefolgt von Antonio Conte, der allerdings auf ein Comeback bei Juventus hofft. An Position vier kommt Unai Emery. Ebenfalls im Gespräch sollen England-Coach Thomas Tuchel, sein Vorgänger Gareth Southgate und Brighton-Übungsleiter Fabian Hürzeler sein.
Ein weiteres Szenario ist auch, dass Carrick noch bis zur Länderspielpause Zeit bekommt, die Kehrtwende zu schaffen. Wenn bis dahin keine Besserung in Sicht ist, wäre der Coach allerdings Geschichte und die aktuelle Meinung der Fans würde dann lauten: "Manche Dinge sollen einfach nicht sein."