Transgender-Opfer
Naschmarkt-Mord: 24-Jähriger nach Auslieferung in Österreich
Nach der Tötung einer Transgender-Aktivistin am Wiener Naschmarkt im vergangenen Juni ist der verdächtige 24-Jährige von den französischen Behörden ausgeliefert und zur Strafverfolgung an die Wiener Justiz übergeben worden. Er befindet sich seit 26. Juli wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr in der Justizanstalt (JA) Josefstadt in U-Haft, erklärte die Sprecherin des Landesgerichts Wien, Christina Salzborn, am Dienstagnachmittag der APA.
Der Mann hatte sich nach dem ihm zugeschriebenen Tötungsdelikt nach Frankreich abgesetzt und wurde am 8. Juli im Großraum Nizza festgenommen. "Er machte bei seiner Vernehmung keine Angaben", sagte Salzborn. Ein Wahlverteidiger habe mittlerweile das Mandat für den Tschetschenen übernommen, hieß es.
Laut neuesten Informationen wird der Russe nun an Österreich ausgeliefert. Es handelt sich um den ehemaligen Mitbewohner des Opfers. Ein Boxer und ihr letzter junger Freund. Sie hatten zusammen in Wien gelebt. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen des Verbrechens laufen weiterhin auf Hochtouren.
Frau mit zahlreichen Stichverletzungen getötet
Freunde der schillernden Seniorin - eine bekannte Transgender-Aktivistin, Buchautorin und LGBTQ-Influencerin mit 12.000 Followern auf TikTok - entdeckten die 70-Jährige am 25. Juni gegen 21.30 Uhr, in ihrer Wohnung, nachdem sie sie nicht mehr erreichen konnten.
Da ihr Körper zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen aufwies, gingen die Ermittler rasch von einem Tötungsdelikt aus. Das Landeskriminalamt Wien konzentrierte sich bei den Ermittlungen auf das persönliche Umfeld des Opfers und erhärtete dabei den Verdacht gegen einen 24-jährigen Mann.