Welche Inhalte dort zu finden sein werden, können die Mädchen schon jetzt mitgestalten. Anlässlich des heutigen Internationalen Mädchentags startet die Stadt einen Beteiligungsprozess. Bis Jänner 2027 können Mädchen und junge Frauen auf der Plattform mitgestalten.wien.gv.at ihre Wünsche, Ideen und Vorschläge einbringen. Diese sollen in die Entwicklung des neuen Mädchenklubs einfließen.
Angebote auf einer Plattform gebündelt
Der Mädchenklub wurde bereits im Regierungsprogramm angekündigt. Künftig sollen dort die zahlreichen Programme und Unterstützungsmöglichkeiten der Stadt übersichtlich zusammengefasst werden. Dazu zählen etwa Workshops zu Berufswahl, Medien, Frauenrechten, Gewaltprävention und sicherem Fortgehen. Auch der Wiener Töchtertag und die "DiDays NextGen", bei denen Mädchen in die Welt der Digitalisierung, Robotik, des Gamings und der künstlichen Intelligenz eintauchen können, gehören zu den bestehenden Angeboten.
Hinzu kommen Informationsmaterialien zu Themen wie Sicherheit im Internet, Sexualität und den Rechten von Mädchen. "Es ist essenziell, dass allen Wiener Mädchen alle Türen offenstehen", betont Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ). Mit dem neuen Klub sollen die bestehenden Angebote leichter zugänglich werden. Bei der Gestaltung setzt die Stadt auf die Ideen der Mädchen selbst.
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40 Mädchen haben im Rathaus diskutiert
Dass junge Frauen auch in der Politik stärker mitreden sollen, steht hinter der Initiative "Girls in Politics". Das Projekt wird vom Frauenministerium, dem Österreichischen Städtebund und dem Österreichischen Gemeindebund getragen. Mädchen erhalten dabei die Gelegenheit, Politikerinnen bei ihrer Arbeit zu begleiten und Einblicke in politische Entscheidungen zu gewinnen.
In Wien fand dazu bereits am Freitag eine Veranstaltung unter dem Titel "Girls in Politics – go City Hall" statt. Rund 40 Mädchen aus verschiedenen Wiener Bezirken besuchten Hanel-Torsch im Rathaus und diskutierten mit ihr über ihre Wünsche und Anliegen. "Unser Ziel muss es sein, Politik für Mädchen und junge Frauen greifbar zu machen und ihnen Lust auf‘s Gestalten zu machen", erklärt die Stadträtin.
Rund 190.000 Mädchen in Wien
Hinter den Initiativen steht auch das Ziel, bestehende Hürden für Mädchen und junge Frauen abzubauen und ihnen mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Wie groß die Zielgruppe ist, zeigen die Zahlen. Im Jahr 2025 lebten in Wien rund 190.000 Mädchen und junge Frauen im Alter von bis zu 20 Jahren. Das entspricht etwa 18 Prozent der weiblichen Bevölkerung der Stadt. Weltweit gibt es rund 1,1 Milliarden Mädchen und junge Frauen unter 18 Jahren. Auf ihre Lebenssituation und die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, soll der Internationale Mädchentag aufmerksam machen.