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Neuer ÖVP-General: "Scheue mich nicht vor Auseinandersetzung"

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Der neue ÖVP-Generalsekretär im oe24.TV-Interview.
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Isabelle Daniel: Neuer ÖVP-General Markus Gstöttner im Interview


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Seit 1. August ist Markus Gstöttner - er arbeitete unter anderem für die früheren Kanzler Sebastian Kurz und Karl Nehammer - neuer Generalsekretär der ÖVP. Im oe24.TV-Interview mit Politik-Chefredakteurin Isabelle Daniel sprach er über...

...die Entscheidung, die Funktion zu übernehmen: "Als mich der Bundesparteiobmann Christian Stocker gefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte, der nächste Generalsekretär der Volkspartei zu sein, da habe ich nicht lange gezögert".

...wofür die ÖVP steht: "Wir sind ganz klar eine Mitte-Rechts-Partei. Wir stehen nicht für mehr Belastung und mehr Regulierung, sondern für das Gegenteil davon. Gleichzeitig stehen wir auch für ein weltoffenes Österreich im Herzen von Europa und wissen, was die Zweite Republik bisher stark gemacht hat, und das war Zusammenarbeit und nicht Polarisierung und Spaltung. Und das unterscheidet uns wiederum von der FPÖ".

“Wovor ich mich nicht scheue, ist eine klare inhaltliche Auseinandersetzung.”

Markus Gstöttner

...seine Person: "Eines der Dinge, die in der Politik wichtig sind, ist, dass man authentisch ist und man versucht, die beste Version seiner selbst zu sein. Was ich auf jeden Fall tun werde, ist die regelmäßige und offene Kommunikation nach innen, aber ich möchte sehr wohl auch nach außen kommunizieren. Wovor ich mich nicht scheue, ist eine klare inhaltliche Auseinandersetzung."

...die schlechten Umfragewerte der ÖVP: "Meiner Wahrnehmung nach ist das beste Rezept: ehrliche Arbeit, Dinge umzusetzen, zu kommunizieren, wenn es gelingt, aber auch sich nicht vor dem zu verstecken, was sich noch ändern muss."

...Migration: "Wir sind ganz klar gegen illegale Migration. Und wir haben zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren mehr Außerlandesbringungen als Asylanträge. Das war, als Herbert Kickl Innenminister war, nicht der Fall."

...Kompromisse: "Wenn ich sage, ich möchte Dinge ändern, dann muss ich Verantwortung übernehmen. Und in einer Demokratie heißt das, Gott sei Dank, dass ich einen Kompromiss finden muss. Weil es keine Absolutherrschaften gibt. Und das ist auch gut so."

...ein höheres Pensionsalter: "Es ist aus dem Regierungsprogramm klar abzuleiten, dass das Pensionsantrittsalter in dieser Legislaturperiode kein Thema ist. Gleichzeitig ist für uns als Partei natürlich die Frage der Generationengerechtigkeit wichtig."

...den Vorwurf, er sei der verlängerte Arm von Sebastian Kurz im Kanzleramt: "Es gibt viele Leute, die vieles behaupten. Es gibt viele Gerüchte, die herumkursieren."

...eine Koalition mit der FPÖ: "Die Frage ist jetzt aktuell hypothetisch und erübrigt sich dadurch, dass wir eine Regierung haben, die arbeitet und ihr Mandat bis 2029 hat. Und dann sind die Wählerinnen und Wähler am Wort. Wir verschließen uns vor keiner Diskussion. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass mit der FPÖ unter Herbert Kickl die Zusammenarbeit nicht möglich ist. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt."