Großer Tag in Seibersdorf (Bezirk Baden): Seibersdorf Laboratories hat am Montag sein neues Labor- und Produktionsgebäude für Radiopharmaka eröffnet. Zwei Jahre wurde am Tech Campus gebaut, 17 Millionen Euro flossen in das Projekt.
Radiopharmaka sind Medikamente mit radioaktivem Bestandteil. "Damit können zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte eine Diagnose durchführen, von Alzheimer oder auch Krebs", erklärt Kerstin Rumpelmayr von Seibersdorf Laboratories. Bei Krebstherapien behandeln die Mittel die betroffenen Regionen gezielter als eine herkömmliche Strahlentherapie.
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Aktuell entstehen in Seibersdorf vor allem Radiopharmaka für klinische Studien. Das Unternehmen entwickelt Herstellungsprozesse und Analysemethoden für Kliniken sowie Pharma- und Biotechnologiefirmen. Ein Anwendungsgebiet sind Prostatakarzinome, bei denen die Mittel bei Diagnose und gezielter Behandlung zum Einsatz kommen.
Geschäftsführer Markus Neumann nennt das neue Labor "entscheidend, um unsere Kapazitäten zu erweitern, die weltweit steigende Nachfrage zu bedienen" und Patienten bestmöglich zu versorgen. Die Produktion übersiedelt schrittweise ins größere Gebäude, der operative Betrieb beginnt 2028. Für eine breite Herstellung von Therapeutika braucht es noch eine Zulassung der Gesundheitsbehörden.