Mehrere Probleme
Neueste F1-Strecke sorgt für eine Menge Chaos
Die Formel 1 bekommt eine neue Strecke. Am 13. September startet die Formel 1 zum ersten Mal auf den Circuito de Madring. Dabei fahren die Fahrer rund um das IFEMA Exhibition Centre in Madrid. Laut dem Vertrag soll bis 2035 auf dem brandneuen Kurs gefahren werden.
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Das Highlight der Strecke: eine 0,5 Kilometer lange Steilkurve, die eine Steigung von 24 Prozent aufweist. Die Kurve wird als "eine imposante Asphaltwand, die das Konzept eines Formel-1-Autos neu definieren soll." beschrieben. Die Verantwortlichen haben rund 80 Millionen Euro in den Bau der Strecke investiert. Doch wenige Tage vor dem ersten Rennen sorgt der Kurs für einige Probleme.
Im Mai konnte Williams-Fahrer und Streckenbotschafter Carlos Sainz die ersten Runden auf der Strecke absolvieren. In einem Straßenauto fuhr der Spanier noch über die Baustelle. Trotzdem zeigte er sich begeistert über die Strecke: "Es ist beeindruckend, denn ich hatte nicht erwartet, so viel Spaß zu haben."
Diebstahl am Rande des F3-Tests
Weiter erklärte Sainz der offiziellen Formel-1-Webseite: "Ich hatte nicht erwartet, dass die Strecke so flüssig und breit ist, dass man sich so lange ins Auto lehnen kann, besonders in diesem offenen Abschnitt. Mir wurde erst jetzt bewusst, wie schnell wir unterwegs waren. Wenn wir hier schon so schnell waren, stellt euch vor, wie es in einem Formel-1-Wagen wäre."
Der erste Test sorgte jedoch für viel Chaos. Am 24. und 25. August hielt die F3 ihre ersten Sessions auf der neuen Strecke ab. Mit am Start waren 30 Autos von zehn Teams. Am Ende der zwei Tage wurde 19-mal die rote Flagge geschwenkt, zehnmal davon wegen Bandenkontakt.
Am Rande des F3-Tests wurden zudem elektrische Kabel an der Strecke gestohlen, wie "ABC" am Montag berichtete. Der Diebstahl wurde erst am Sonntag bemerkt. Dabei wurden rund 300 Meter Kabel von den Generatoren gestohlen. Die Polizei hat die Ermittlungen zu diesem Vorfall aufgenommen.
Unfertige Strecke
Seit Längerem besteht die Sorge, dass die Bauarbeiten weit hinter dem Zeitplan seien. Den Sorgen hat die FIA noch im Mai widersprochen. Damals erklärte ein FIA-Sprecher: "Im Moment läuft alles planmäßig und verläuft wie geplant."
Unbeliebt in der Nachbarschaft
Die Nachbarschaft ist wenig begeistert über die Strecke. Wie "The Guardian" berichtet, hat die Protestgruppe "Stop F1 Madrid" rechtliche Schritte eingeleitet. Laut ihnen überschreitet die Strecke den maximal erlaubten Lärmpegel. Während der F3-Tests wurde im Schnitt 102,7 Dezibel gemessen. Der Spitzenwert lag bei 109,1 Dezibel. In Spanien sind jedoch in Wohngebieten maximal nur 55 Dezibel erlaubt.
Zusätzlich sind die Anrainer wegen dem Zuschaueransturm besorgt. Bisher wurden über 90.000 Tickets verkauft. Madrids Stadtrat für Stadtplanung, Mobilität und Umwelt, Borja Carabante, versicherte der Öffentlichkeit, dass rechtzeitig zum Grand Prix Akustikpaneele installiert werden, um den Lärmpegel zu senken. Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass Formel-1-Autos leiser sind als ihre Formel-3-Pendants. Wie sich dies genau auf den Lärmpegel auswirkt, ist jedoch noch unklar.