Bezirksmachtkampf
Neunkirchen: Gerüchte um blaue Palastrevolte
Bei der Obmann-Wahl am 6. November wird sich zeigen, ob der Noch-Bezirkschef Handler weiterhin das Sagen hat. Der Scheiblingkirchner steht nämlich unter massivem Druck: Fiedler, aktuell Klubobmann und Stadtparteiobmann in Neunkirchen, gilt als heißer Anwärter auf seinen Posten. Erst im Mai war Fiedler bei der Neuwahl des Gemeinderats als Spitzenkandidat angetreten.
Handler taucht ab
Für eine Stellungnahme stand Handler bislang nicht zur Verfügung. Auch die Landesparteizentrale hüllt sich in Schweigen und schießt scharf gegen kritische Stimmen: „Wir kommentieren generell keine Kommentare von Hatern und Trollen in den sozialen Medien, die es nicht gut mit der FPÖ meinen", lässt Landesparteisekretär Alexander Murlasits ausrichten.
Toder mauert – aber ein Detail verrät er doch
Auch Bezirksparteiobmann Robert Toder hält sich bedeckt: „Es wird zu einem geeigneten Zeitpunkt eine öffentliche Verlautbarung geben. Es ist alles noch im Fluss." Nur eines stellt er schon jetzt klar – eine Kampfabstimmung mit zwei Kandidaten hält er für unwahrscheinlich.
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Rochade schon im Gemeinderat spürbar
Dass bei den Neunkirchner Freiheitlichen bereits Bewegung herrscht, zeigt ein anderer Wechsel: Bernd Trenk verabschiedet sich aus gesundheitlichen Gründen vom Gemeinderatsmandat, für ihn zieht Michael Singula nach. Fiedler würdigt Trenks Arbeit mit freundlichen Worten und begrüßt in Singula einen Mann mit „Tatendrang" und „klarer Haltung". Singula selbst gibt sich kämpferisch: „Neunkirchen ist meine Heimat. Ich werde mich mit voller Kraft für die Interessen der Neunkirchner einsetzen."
Bleibt die Frage: Wird aus dem Gerücht am 6. November tatsächlich Ernst – und heißt der neue starke Mann der Neunkirchner FPÖ dann wirklich Fiedler?