Transporteinbruch

Niederwasser legt Donau lahm

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Die Dürre bremst Niederösterreichs Lebensader aus: Auf der Donau ist der Güterverkehr im Sommer massiv eingebrochen. Auch die Flüsse im Land führen weiter extrem wenig Wasser.
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Im Juli und August lag das Transportaufkommen auf der österreichischen Donau um mehr als die Hälfte unter dem Vorjahr. Im August betrug das Minus 74 Prozent, der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1990er-Jahren, meldet die Statistik Austria.

Die Schiffe fuhren zudem weniger beladen, das verteuert den Transport. Laut Wirtschaftskammer Niederösterreich weichen viele Betriebe auf Schiene und Lkw aus, doch jedes Umladen kostet extra. Auf den rund 260 Stromkilometern im Land werden vor allem Agrarprodukte, Chemie und Lebensmittel verschifft, wichtigste Häfen sind Krems und der Ennshafen.

Flüsse am Limit

Entspannung ist nicht in Sicht, die Pegel bleiben niedrig. Laut WWF führte die Leitha bei Deutsch Haslau im September um 93 Prozent weniger Wasser als im Schnitt, die Thaya bei Raabs um 89 Prozent, der Kamp bei Zwettl um 85 Prozent. WWF-Expertin Bettina Urbanek fordert ein Schutzprogramm und mehr Renaturierung.