Empörung

Österreichische Auto-Fans sorgen für Chaos in Kroatien

© Polizei
Ein großes Autotreffen hat am vergangenen Wochenende in der Region Rijeka und auf der kroatischen Insel Krk für erhebliche Verkehrsprobleme gesorgt.
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Nach Angaben der kroatischen Polizei kamen rund 5000 Menschen mit etwa 1500 Fahrzeugen zusammen. Auf öffentlichen Straßen soll es zu Drifts, durchdrehenden Reifen und lautem Motorenlärm gekommen sein. Zudem wurden Tankstellen und Parkplätze blockiert.

Gruppen aus Österreich

Der kroatische Veranstalter Matej Marijanović betont gegenüber HRT Vijesti, dass die offiziell angemeldete Veranstaltung "Stance Adria" von anderen Gruppen vereinnahmt worden sei. "Dahinter stehen Gruppierungen junger Österreicher, die bereits in Österreich und Italien dazu aufriefen, Events zu übernehmen und daraus anarchische und chaotische Autotreffen zu machen", sagt Marijanović. Er nennt dabei die Gruppierungen TSNS und CGG.

Auch der Veranstalter der XS-Carnight in Kärnten, Andreas Füllborn, kennt die Szene. "Wir haben es geschafft, die letzten drei Jahre Ruhe nach Kärnten zu bringen und haben durch gute Kommunikation solche Eskalationen im Keim erstickt", erklärt er der Kleinen Zeitung.

Die Polizei beobachtet die Gruppen nach Angaben von Oberst Hans-Peter Mailänder ebenfalls. "Wir beobachten sie und sehen solche Aufrufe im Netz während des Treffens in Kärnten und sind in der Regel schnell vor Ort", sagt der Klagenfurter Stadtpolizeikommandant.

Gleichzeitig betonen die Berichte, dass das Problem nicht ausschließlich österreichische Teilnehmer betrifft. Die kroatische Polizei stellte am Wochenende 365 Strafzettel aus und legte 44 Fahrzeuge still. Betroffen waren neben Österreichern auch Autofahrer aus mehreren anderen europäischen Ländern.