Wie das Unternehmen am Freitag im Trading Update mitteilte, schlagen die Abgaben als Sondereffekt auf den ausgewiesenen Periodenüberschuss durch. Operativ profitierte der Konzern von einer spürbar gestiegenen europäischen Raffinerie-Referenzmarge.
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Die Gewinnabschöpfungen betreffen die Geschäftstätigkeit in Österreich und Rumänien und beeinflussen laut OMV weder das operative Ergebnis vor Sondereffekten noch den Periodenüberschuss vor Sondereffekten. Der Großteil der tatsächlichen Zahlungsauswirkungen wird sich erst im Jahr 2027 im Cashflow niederschlagen.
Starke Raffineriemarge im 3. Quartal
Auf der operativen Seite stützte das Segment Fuels die Entwicklung: Die europäische Raffinerie-Referenzmarge sprang von 20,33 im Vorquartal auf 37,50 US-Dollar (33,52 Euro) je Barrel. Die Auslastung der europäischen Raffinerien stieg von 90 auf 92 Prozent, die Verkaufsmengen kletterten auf 4,57 Mio. Tonnen. Zudem rechnet die OMV mit einem deutlich höheren Ergebnisbeitrag der Beteiligungen ADNOC Refining & ADNOC Global Trading. Dem stehen aber niedrigere Margen im Endkunden- und Gewerbegeschäft gegenüber.
In der Energiesparte legte die tägliche Förderung leicht auf 294.000 Barrel Öläquivalent (boe/d) zu. Ausgebliebene "Liftings" (physische Übernahme und Abtransport von gefördertem Rohöl, Anm.) im Nahen Osten sowie verzögerte Lieferpläne führen hier im Vergleich zum Vorquartal jedoch zu einem negativen Effekt von rund 100 Mio. Euro auf das operative Ergebnis vor Sondereffekten. Das Chemiegeschäft leidet unter einem deutlich schwächeren Marktumfeld für Borouge International.
460 Mio. Euro Dividendenzufluss
Den operativen Cashflow stärkte eine Dividende der Beteiligung Borouge International in Höhe von rund 460 Mio. Euro. Der Erwerb von CO2-Zertifikaten in Deutschland führte zu einem Mittelabfluss von rund 200 Mio. Euro. Die vollständigen Zahlen für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht die OMV am 29. Oktober.