Bundesländer-Ranking

OÖ ist Spitzenreiter bei Bodenversiegelung

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OÖ hat laut dem aktuellen Bodenreport des WWF den höchsten Bodenverbrauch Österreichs. Täglich werden große Flächen durch Straßen, Parkplätze und Gebäude versiegelt.
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OÖ. Oberösterreich schneidet beim Bodenverbrauch im aktuellen Bundesländervergleich des World Wide Fund for Nature (WWF) am schlechtesten ab. Immer mehr Flächen verschwinden unter Straßen, Parkplätzen, Betriebsgebieten und Gebäuden. Der WWF bewertet die Situation mit 4,2 auf einer fünfstufigen Skala als "kritisch".

1,7 Fußballfelder werden pro Tag versiegelt

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation werden in Oberösterreich durchschnittlich 1,2 Hektar Boden pro Tag versiegelt. Das entspricht knapp 1,7 Fußballfeldern. Innerhalb von drei Jahren kommt damit eine Fläche zusammen, die ungefähr der Größe des Mondsees entspricht. Als besonders plakatives Beispiel nennt der WWF das geplante Google-Rechenzentrum in Kronstorf. Dieses stehe stellvertretend für neue Betriebsflächen auf bisher unverbautem Boden.

Der WWF fordert von Bund und Ländern verbindliche und messbare Ziele zur Verringerung des Bodenverbrauchs. Neue Betriebsgebiete und Straßen sollen stärker begrenzt werden. Gleichzeitig müssten Ortskerne gestärkt, bestehende Leerstände genutzt sowie landwirtschaftliche und naturnahe Flächen besser geschützt werden.

Hitze und Hochwassergefahr wird verstärkt

Umwelt- und Klimalandesrat Stefan Kaineder sieht den Bericht als Bestätigung für dringenden Handlungsbedarf. Versiegelte Flächen würden unter anderem die Hitze und die Hochwassergefahr verstärken. Auch SPÖ-Naturschutzsprecher Thomas Antlinger fordert strengere Raumplanung und konkrete Bodenschutzziele.

Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner weist die Kritik des WWF hingegen zurück. Er verweist auf Zahlen der Österreichischen Raumordnungskonferenz. Demnach sank die Flächeninanspruchnahme pro Einwohner in Oberösterreich zwischen 2022 und 2025 um 5,1 Quadratmeter. Das sei nach Wien der zweitgrößte Rückgang Österreichs. Zudem würden rund 100.000 Hektar durch regionale Grünzonen vor Umwidmungen geschützt. Das Land setze außerdem verstärkt auf bestehende Baulandflächen und die Innenentwicklung der Gemeinden.