An Stiftungsratschef
ORF-Direktorenwahl: Jetzt brisanter Westenthaler-Brief
Der designierte ORF-Chef Clemens Pig sucht sein Team für die nächsten Jahre am Küniglberg. Die Bewerbungsfrist für die Direktionen ist bereits verstrichen. Mit zwei externen Experten sollen nun ein Auswahlverfahren durchlaufen werden.
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Die Öffentlichkeit bleibt dabei aber weitgehend im Dunkeln. Denn Pig setzt auf Vertraulichkeit und gibt daher keine Namen von Interessenten bekannt.
Zumindest der Stiftungsrat sollte allerdings informiert werden, fordert nun Peter Westenthaler. Er wurde von der FPÖ in das Gremium entsandt. In einem Brief an Stiftungsratschef Heinz Lederer - er liegt oe24 vor - fragt Westenthaler: "Wie soll ein Stiftungsrat überhaupt Entscheidungen treffen, wenn er nicht einmal über alle Bewerber informiert wird?".
Bekanntlich soll der Stiftungsrat Anfang August über Pigs Nominierungen informiert werden und am 11. August darüber abstimmen.
"Ansätze für künftige Klagen?"
Westenthaler schreibt weiter: "Ist das wirklich im Sinne des Transparenzgebots im EMFA (neues Europäische Medienfreiheitsgesetz, Anm.) oder werden hier gerade neue Ansätze für künftige Klagen auch gegen die Bestellung am 11.8. geliefert?". Der von den Blauen entsandte Stiftungsrat beklagt sich zudem darüber, dass offenbar "ausgesuchte Medien sehr wohl mit Informationen" versorgt würden.
Er verlangt nun jedenfalls "die Übermittlung aller Bewerbungsunterlagen sämtlicher Bewerber für Direktorium und Landesstudios". Es sei Aufgabe des Stiftungsrates, "sich gewissenhaft auf die Entscheidungen am 11.8. vorzubereiten".