Aufreger

Ruck-Tritt? Ex-ÖVP-Chef packt bei Armin Wolf aus

WKW-Präsident Walter Ruck (ÖVP)
© APA/HERBERT NEUBAUER
Kann der Wiener Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck die Debatte um seine heftig kritisierten Aussagen im Amt überleben? "Es wird sich einfach nicht ausgehen."
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Wiens früherer ÖVP-Chef Bernhard Görg rechnet mit einem Rückzug des Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck (ÖVP). In der ZIB2 sagt Görg zu Armin Wolf: "Persönlich glaube ich nicht, dass Ruck das überstehen wird, aber das heißt nicht, dass ich sage, er muss zurücktreten."

Warum geht Görg davon aus, dass Ruck zurücktreten muss, fragt Wolf nach? "Es wird sich einfach nicht ausgehen." Der Druck sei zu groß.

Wiens früherer ÖVP-Chef Bernhard Görg im ZiB2-Studio bei ORF-Anchor Armin Wolf zur Causa Ruck.
Wiens früherer ÖVP-Chef Bernhard Görg im ZiB2-Studio bei ORF-Anchor Armin Wolf zur Causa Ruck. © ORF

Packelei im Weinkeller

Nach Harald Mahrer sorgt der nächste Kammerpräsident für Wirbel. Aussagen Rucks, die laut Medienberichten im kleinen Kreis getätigt wurden, sorgen derzeit für Aufsehen. Es geht dabei im Kern um Folgendes:

Alle wichtigen Macht-Fragen werden im Weinkeller, bei einer Stelze oder im Schloss ausgepackelt; Parteifreunde und Familienmitglieder mit bestbezahlten Posten versorgt; die schwarzen und roten Bonzen teilen sich die Republik auf unverschämteste Weise auf.

"Vermutete Wirtschaftskompetenz"

Bürgermeister Michael Ludwig (li.) und Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck.
Bürgermeister Michael Ludwig (li.) und Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck. © Stadt Wien/Christian Jobst

Görg erklärt in der ZIB2 aus seiner Sicht, warum der Wirtschaftskammerpräsident so gut mit dem Wiener Bürgermeister auskommt. "Beide profitieren vom pausenlos gemeinsam Fotografiertwerden. Der Bürgermeister übernimmt von der vermuteten Wirtschaftskompetenz des Wirtschaftskammerpräsidenten selbst Wirtschaftskompetenz. Und Ruck kann sagen, er setze viel mehr durch: ‚Schaut, wie eng ich mit dem Bürgermeister bin.‘ Das sind Zweckfreundschaften."

"Hätte ich ihm nicht zugetraut"

"Diese Drastik der Aussage, die ich aber glaube, hätte ich ihm nicht zugetraut", sagt Görg zum geleakten Protokoll aus dem engen Kreis von Ruck, das dieser noch nicht kommentiert hat.

"Kammerpräsidenten zeichnen sich immer durch Eitelkeit aus", sagt Görg. Die eigene Rolle werde "immer überhöht", die Aussagen seien nicht "zum Nennwert zu nehmen". Und warum kritisiert Ruck die Wiener ÖVP? "Es ist billig, auf eine Partei draufzuhauen, die so stark verloren hat wie die Wiener ÖVP. Dieser Versuchung hat sich Ruck nicht entziehen können."

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