Kurz vor Tod

Panettieres Ex wollte Gewalt-Urteil löschen lassen

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Nur drei Tage vor dem Tod von Hayden Panettiere musste ihr On-/Off Freund Brian Hickerson erneut vor Gericht eine Niederlage einstecken. Dabei ging es um seine früheren Verurteilungen wegen häuslicher Gewalt.
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Bei der Anhörung am 13. August ging es nicht um einen neuen Vorwurf. Hickerson wollte erreichen, dass frühere Verurteilungen wegen häuslicher Gewalt herabgestuft beziehungsweise aus seiner Akte entfernt werden.

Die Staatsanwaltschaft legte dagegen Widerspruch ein. Richterin Olivia Rosales lehnte Hickersons Anträge schließlich ab.

Der 37-Jährige war bereits 2021 wegen häuslicher Gewalt verurteilt worden. Damals erhielt er 45 Tage Haft und verbüßte davon 33 Tage. Zusätzlich wurden vier Jahre Bewährung und verpflichtende Kurse zum Thema häusliche Gewalt angeordnet.

Panettiere schilderte Gewalt in ihrem Buch

Wie belastend die Beziehung für Panettiere war, beschrieb die Schauspielerin in ihrem Buch "This is Me: A Reckoning".

Zu Beginn habe sie Hickerson als Halt in einer besonders schweren Phase ihres Lebens empfunden. "Ich war verliebt, und es war wie eine Droge", schrieb sie.

Brian Hickerson (37) nach einer Festnahme im Jahr 2021 © Teton County Sheriff’s Office

Später schilderte Panettiere jedoch wiederholte Gewalterfahrungen. Aus Ohrfeigen seien Schläge geworden. Bei einem Vorfall sei ihr Gesicht so schwer verletzt worden, dass sie wochenlang das Haus nicht verlassen habe.

Sie berichtete außerdem von einem Streit, bei dem Hickerson eine Fernbedienung nach ihr geworfen habe. In einer weiteren Situation habe er sie verfolgt, zu Boden gedrückt und mit seinem Körper fixiert, während ihr Kopf gegen eine Wand geschlagen sei.

"Alleinsein fühlte sich schlimmer an"

Besonders offen sprach Panettiere darüber, warum sie trotz der Gewalt bei Hickerson blieb. "Was ich ihnen nie erzählte, war, dass sich die Gewalt, die ich erlebt hatte, nicht so schlimm anfühlte wie der Gedanke, allein zu sein", schrieb sie.

Gegenüber ihrem Bruder habe sie die Beziehung damals sogar verteidigt: "In 99 Prozent der Zeit läuft es großartig zwischen uns. Es ist nur dieses eine Prozent, das völlig kaputt ist."

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Schließlich kam es zur Anzeige und Hickerson wurde inhaftiert. Panettiere trennte sich von ihm – auch wenn sie nach eigener Aussage zunächst weiterhin Gefühle für ihn hatte.

Panettiere suchte einen Weg aus der toxischen Beziehung

In ihrer Aufarbeitung der Beziehung beschrieb Panettiere, wie schwer es ihr fiel, sich emotional von Hickerson zu lösen. In der Therapie habe sie schließlich gelernt, dass Liebe nicht bedeute, die Taten eines anderen Menschen entschuldigen zu müssen.

Sie schrieb: "Ich beschloss, meinen Groll loszulassen und zu versuchen, Brian zu vergeben."

Ex war kurz vor ihrem Tod bei ihr

Besonders brisant sind Berichte über die letzten Tage der Schauspielerin. Laut US-Medien soll Panettiere nur einen Tag vor ihrem Tod gemeinsam mit ihrem On-off-Partner Brian Hickerson von Los Angeles nach South Carolina gereist sein. Ziel war Greenville – eine Gegend, die Hickerson bereits aus der Vergangenheit kannte.

Schon 2018 war dort die Polizei zu einem Haus gerufen worden, das damaligen US-Berichten zufolge das Wohnhaus seines Vaters David gewesen sein soll. Die Beamten waren wegen eines Streits zwischen Vater und Sohn alarmiert worden. Auch Hayden soll damals vor Ort gewesen sein und den Polizisten die Tür geöffnet haben.

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Acht Jahre später reiste Panettiere erneut mit Hickerson nach Greenville. Beide sollen in einem Airbnb in den Judson Mill Lofts untergekommen sein. Warum sie dorthin reisten und ob die Reise mit Hickersons Familie zusammenhing, ist bislang nicht geklärt.

Offen ist auch die entscheidende Frage: War Hickerson bei Panettiere, als sie starb? Andere Berichte sprechen lediglich von einem "Bekannten", der sie gefunden und den Notruf abgesetzt haben soll. Ob es sich dabei um Hickerson handelte, ist bislang nicht eindeutig bestätigt.