Idee für die Zukunft

Neuer Plan: Hotels sollen Spitäler entlasten

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Jene Patienten, die keine intensive medizinische Betreuung mehr benötigen, aber noch nicht nach Hause fahren dürfen, sollen in sogenannte Patientenhotels verlegt werden.
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OÖ. Kürzere Krankenhausaufenthalte gehören zu den zentralen Zielen des Gesundheitssystems der Zukunft. Schonendere Operationsmethoden, Roboter-Chirurgie, Telemedizin und eine effizientere Betreuung sollen dazu beitragen, Patienten früher aus dem Spital entlassen zu können. Gleichzeitig könnten dadurch Kosten eingespart und Krankenhausbetten entlastet werden.

Patientenhotels könnten zum Einsatz kommen

Eine mögliche Ergänzung sind sogenannte Patientenhotels in unmittelbarer Nähe zu Krankenhäusern. Das Konzept stammt aus den USA und Kanada und wird auch in Skandinavien eingesetzt. Gedacht sind diese Einrichtungen für Menschen, die keine intensive medizinische Betreuung mehr benötigen, aber nach einem Eingriff noch nicht nach Hause fahren möchten.

Beobachtung. Infrage kommen beispielsweise Frauen nach einer Entbindung, ältere Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt, Eltern mit Kindern nach einer Mandeloperation oder Patienten nach ambulanten und tagesklinischen Eingriffen. Auch nach bestimmten Eingriffen im Herzkatheterlabor könnte künftig ein Aufenthalt mit Begleitperson in einem nahegelegenen Hotel möglich sein. Medizinische Hilfe wäre bei Bedarf weiterhin rasch erreichbar.

Idee gibt es in Oberösterreich seit 2012

Wer bezahlt? Neu ist die Idee in Oberösterreich nicht. Bereits 2012 entwickelte das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried ein Konzept für eine solche abgestufte Versorgung. Schon damals wurde erwartet, dass durch kürzere stationäre Aufenthalte und mehr ambulante Eingriffe alternative Übernachtungsmöglichkeiten benötigt werden.

Offen bleibt allerdings die Finanzierung. Derzeit ist nicht geklärt, welchen Anteil Patienten selbst bezahlen müssten und ob sich die Krankenkassen an den Kosten beteiligen könnten.

Knapp 1.000 Euro könnten gespart werden

Finanziell wäre der Unterschied beträchtlich. Ein Tag in einem oberösterreichischen Krankenhaus kostet laut amtlicher Pflegegebühr 2026 rund 1.079,80 Euro. Für eine Nacht in einem Patientenhotel werden hingegen lediglich etwa 80 bis 100 Euro veranschlagt. Damit könnten Patientenhotels künftig nicht nur zusätzliche Sicherheit nach einem Eingriff bieten, sondern gleichzeitig auch einen Beitrag zur Entlastung des Gesundheitssystems leisten.