Textil-Discounter

Paukenschlag! Kik schließt 150 Filialen

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Der Textil-Discounter KiK baut sein Netz weiter um. Deutschlandweit stehen dieses Jahr rund 150 Schließungen an, während europaweit sogar 300 Filialen vor dem Aus stehen.
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Der Textil-Discounter setzt seinen Umbaukurs konsequent fort. Nach aktuellem Stand stehen den rund 150 Schließungen in Deutschland lediglich 15 Neueröffnungen gegenüber. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit der Optimierung des eigenen Filialnetzes sowie dem Fokus auf profitable Standorte. Auch für Kundinnen und Kunden in Österreich zeigt dieser großflächige Sparstrukturwandel, wie stark der internationale Handel unter Druck steht.

Immer mehr betroffene Standorte bekannt

Erste Berichte über geplante Filialschließungen gab es bereits im September letzten Jahres. Eine vollständige Liste gibt der Konzern weiterhin nicht heraus. Durch lokale Medienberichte und Bestätigungen des Unternehmens werden betroffene Orte jedoch nach und nach öffentlich. Anfang des Jahres traf es etwa Standorte in Twistringen (Niedersachsen), Bad Soden-Salmünster (Hessen) und Schongau (Bayern).

Inzwischen sind weitere Filialen hinzugekommen. Wie der Münchner Merkur berichtet, stehen Schließungen in Potsdam-Babelsberg (Brandenburg) zum Jahresende fest. Zudem sind Standorte in Hildburghausen (Thüringen), Gröditz (Sachsen), München-Aubing (Bayern) sowie zuletzt in Wutöschingen (Baden-Württemberg), Wassenberg (NRW), Mengen (Baden-Württemberg), Pfullendorf (Baden-Württemberg), Dassel (Niedersachsen) und Forst (Brandenburg) betroffen.

Deutlich größeres Ausmaß als erwartet

Die Dimension des Sparkurses fällt größer aus als ursprünglich gedacht. Während Anfang 2026 noch von etwa 50 Schließungen ausgegangen wurde, bestätigt das Unternehmen mittlerweile das Aus für rund 150 Märkte im Bundesgebiet. Nach Firmenangaben bleiben jedoch weiterhin mehr als 2200 Standorte in Deutschland erhalten.

Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel hatte den Kurs bereits im Frühjahr erläutert. Ziel sei eine stärkere Ausrichtung auf die Wirtschaftlichkeit. In manchen Regionen sei die Expansion zu dicht erfolgt, wodurch sich einzelne Märkte gegenseitig Konkurrenz machten. Es sollen künftig nur noch lukrative Standorte betrieben werden.

Eingeschränkte Zeiten in etlichen Filialen

Neben den Schließungen senken verkürzte Öffnungszeiten einzelner Geschäfte die Ausgaben. Grund dafür sind schwächere Umsätze zu bestimmten Tageszeiten. Spätere Öffnungen oder ein früherer Ladenschluss sollen die Betriebskosten reduzieren und die Wirtschaftlichkeit der verbleibenden Märkte sichern.

Trotz des Sparkurses bleibt das Unternehmen mit Sitz in Bönen ein Branchenriese. Der Händler betreibt weiterhin über 2200 Filialen in Deutschland und mehr als 4200 Standorte in 14 Ländern. Die aktuellen Maßnahmen sind Teil eines Neuausrichtungsprogramms, das bereits seit 2025 läuft.