77 Jahre

Pensionistin lebt in Tiny Haus mit 45 Quadratmeter

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Die Rentnerin Uschi Hirsch hat ihr großes Haus gegen ein 45 Quadratmeter großes Tiny House getauscht. Das Leben auf engem Raum sieht sie sehr pragmatisch.
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Uschi Hirsch lebt seit fünf Jahren in einem 45 Quadratmeter großen Tiny House im schwäbischen Ort Lippach, etwa 100 Kilometer östlich von Stuttgart. Die 77-Jährige ist laut eigener Aussage die älteste Bewohnerin in der kleinen Nachbarschaft, in der man sich gegenseitig hilft. Für diese Entscheidung gab die Seniorin ihr früheres Haus auf und trennte sich von vielen persönlichen Dingen.

Leben im 45 Quadratmeter Eigenheim

Einen Schritt, den sie "keine Sekunde" bereut hat: "Ich würde das auf jeden Fall wieder machen", verriet Hirsch der "Schwäbischen Post". Die Größe der Unterkunft ist für die Großmutter und Hobbygärtnerin kein Problem. Bis zu 16 Leute hatte sie schon bei sich zu Gast, wofür sie einfach die Möbel ein wenig umrückt.

Vorausschauende Planung fürs Alter

Die Rentnerin plant ihr Zuhause auch bereits für ein Leben mit Rollator oder Rollstuhl. "Das ist kein Problem, dann räume ich eben den Gang leer", sagte sie der "Schwäbischen Post". Wichtig für Senioren in einem Tiny House ist besonders die Barrierefreiheit. Die Verbraucherzentrale empfiehlt ausreichend Bewegungsflächen und eine anpassbare Ausstattung. Auch die Lage mit Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten und öffentlichen Verkehrsmitteln ist entscheidend.

Senioren als wichtige Kundengruppe

Neben Hirsch interessieren sich immer mehr deutsche Senioren für das Leben auf besonders kleinem Raum. Eine Marktstudie von LIVEE und dem Tiny House Verband zeigte 2021 bei einer Befragung von 24 Herstellern, dass ältere Jahrgänge eine relevante Kundengruppe sind. 42 Prozent der Hersteller nannten die Altersgruppe 56 bis 65 Jahre unter ihren wichtigsten Kundengruppen, während acht Prozent Kunden über 65 Jahre nannten.